A. L., alias Gérard, ist Anfang der 50er-Jahre stellvertretender Außenminister der Tschechoslowakei. Eines Tages wird er für ihn völlig unerklärlich von der eigenen Regierung verhaftet. Mit zermürbenden Methoden will man ihn zwingen, Verbrechen gegen den kommunistischen Staat zu gestehen, die er nie begangen hat ...

Constantin Costa-Gavras verarbeitete in diesem Politthriller nach dem Buch von Jorge Semprún den sogenannten Prager "Slansky-Prozess", bei dem 1952 nach 22 Monaten Folter in stalinistischen Gefängnissen der Prager Altkommunist Arthur London ein Geständnis über die ihm zur Last gelegten Verbrechen ablegte. London war Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg, Mitglied der Internationalen Brigade, kämpfte in der französischen Resistance im Zweiten Weltkrieg und wurde 1951 Minister in der Prager Regierung. In der Hauptrolle gibt Yves Montand eine mehr als beeindruckende Vorstellung: Zum Skelett abgemagert, als totales Wrack mit im Schlafentzug machte er den Terror für den Zuschauer beinahe körperlich spürbar.

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