Archibaldo de la Cruz ist davon überzeugt, daß ihn eine Spieldose zum Töten befähigt. Schon als Kind hat das kostbare Stück ihm sein verhaßtes Kindermädchen vom Hals geschafft - so glaubt er wenigstens. In Wirklichkeit hatte sich die Ärmste in den mexikanischen Revolutionswirren eine Kugel eingefangen. Archibaldo sieht sich nunmehr von der Spieldose zu gar schauerlichen Verbrechen animiert. Doch immer, wenn er zuschlagen will, stirbt sein Opfer auf natürliche Weise...

Luis Buñuel setzt in seinem satirischen Film nicht allein auf den makabren Unterhaltungswert, der dieser Geschichte innewohnt. Da ist zum einen sein Faible für den Surrealismus, der sich in den Traumsequenzen spiegelt, zum anderen steht dieser Archibaldo auch für die verdeckten Triebe einer vordergründig sauberen Gesellschaft. So werden die erfolglosen Mordamibitionen des unglücklichen Helden ein böser Seitenhieb auf die Scheinheiligkeit des Bürgertums.