Hanna hat Glück, dass sie nach dem Bankrott des Kosmetikbetriebes, in dem sie arbeitete, einen neuen Job an einer Tankstelle bekommt. Hier ist sie zwar den ständigen Avancen des nervigen Knuti ausgesetzt, doch ihr Lohn ermöglicht ihr eine Reise in die Türkei. Als sie dort der großen Liebe begegnet und feststellt, dass diese gebunden ist, stürzt sie sich in eine amour fou ...

Und noch ein Film über die Sehnsüchte einer gealterten, aber dennoch leidenschaftlichen Frau. Der Ansatz ist durchaus lobenswert, doch Regisseur Bernd Böhlich ("Krauses Fest", "Sturmzeit") konnte sich - abgesehen von den eher TV-mäsigen Bildern - nicht wirklich zwischen Komödie und Melodram entscheiden. So ersticken satirisch-komische Momente schnell in öder Melancholie. Der Zuschauer folgt der Handlung deshalb eher mit Widerwillen und hofft heimlich, dass es solche Menschen nicht gibt – und wenn doch, dass sie einem fernbleiben.

Foto: Neue Visionen