Als 1999 der "Ötzi" noch in aller Munde war, huschte er auch schon über die Kino-Leinwand: Eine Quasi-Dokumentation, die versucht, das letzte Lebensjahr des mumifizierten Mannes der Jungsteinzeit in Spielszenen nachzuzeichnen. Verletzt schleppt sich der Mann durchs Gebirge und lässt sein Leben Revue passieren...

Hier erfährt man - richtig schön schulmäßig - einiges über die Lebensweise in der Steinzeit. Doch wer soll sich das im Kino ansehen (außer vielleicht wissbegierige Schulklassen). Die Filmqualität ist miserabel. Man erkennt sofort, dass es sich um aufgeblasenes Video-Material handelt, die Kommentare - auch wenn sie von Stimmenwunder Christian Brückner gesprochen werden - wirken prätentiös und einige Mutmaßungen über das mögliche Schicksal des Gletschermannes sind schlicht dümmlich. Wen das Thema interessiert, der sollte bis zur TV-Premiere warten. Dort macht diese trotz aller Kritik interessant gemachte Doku durchaus Sinn.