Frankreich, 1944: Während der letzten Monate der deutschen Besatzung wird der jüdische Junge Claude unter falschem Namen aufs Land geschickt, wo er bei einem älteren Ehepaar Unterschlupf findet. Der kleine Pariser entreißt die beiden der Einsamkeit ihres Alltags. Der alte Mann, Antisemit und Pétain-Anhänger, hat keine Ahnung von der Herkunft des Kindes und schon bald empfindet er tiefe Zuneigung für den Enkel, den er sich so sehnlich gewünscht hat...

Das stark autobiografisch gefärbte, frühe Meisterwerk von Claude Berri, der hier eine Geschichte erzählt, die ihm selbst im Alter von neun Jahren widerfahren ist, ist gleichzeitig das Langfilm-Regiedebüt des Regisseurs. In Person des französischen Charakterdarstellers Michel Simon fand Berri die Idealbesetzung für die Rolle des alten Mannes, der durch den Knaben noch einmal aus seiner Lethargie gerissen wird. Simon wurde für seine wunderbare Darstellung mit dem Silbernen Bären der Filmfestspiele von Berlin ausgezeichnet, Berri für den Goldenen Bären nominiert. Berri gilt heute als einer der erfolgreichsten Regisseure, Produzenten und Drehbuchautoren Frankreichs. Neben eigenen Werken wie "Am Rande der Nacht" und "Zusammen ist man weniger allein" produzierte er etwa die erfolgreichen Kinofilme "Asterix & Obelix: Mission Kleopatra" und "Asterix und Obelix gegen Caesar".