Die siebenjährige Razieh entdeckt beim Einkaufen einen wunderschönen Goldfisch, doch ihre Mutter hat nur noch einen allerletzten Schein übrig. Prompt verliert Razieh das Geld. Aufgeregt läuft sie durch die Straßen von Teheran, trifft Schmuggler, Schlangenbeschwörer und einen geheimnisvollen Ballonverkäufer...

Der 1995 in Cannes mit der Goldenen Kamera und dem Fipresci-Preis ausgezeichnete Erstlingsfilm des Iraners Jafar Panahi ("Der Kreis", "Offside") ist typisch für das neue iranische Autorenkino. Sorgfältig in langen Einstellungen inszeniert, besticht er vor allem durch den Charme der Geschichte, kleine beiläufige Beobachtungen und eine zutiefst menschliche Botschaft. Das Drehbuch zum Film schrieb der international bekannteste Regisseur Irans, Abbas Kiarostami ("Quer durch den Olivenhain"), unter dem Panahi einst als Regieassistent arbeitete.