Nordschweden um 1950: Der junge französische Ingenieur Laurent Brulard übernimmt die Bauleitung eines Sägewerks inmitten der unendlichen Wälder. Schon bald verliebt er sich in die bildschöne blonde Ina, ein Naturkind, das mit ihrer Großmutter im Wald lebt und im Dorf als Hexe verschrien ist. Je näher sich die beiden kommen, desto größer wird der Hass der Dorfbewohner und Arbeiter ...

Der vorwiegend für das französische Fernsehen tätige Regisseur André Michel (1910-1989) inszenierte nach der 1898 erschienenen Novelle "Olesia" von Alexander Kuprin (1870-1938) diesen eindrucksvoll fotografierte und gespielte Werk um Intoleranz und unerfüllte Liebe, der in Deutschland seinerzeit unter dem Titel "Das Mädchen aus dem Wald" erfolgreich in den Kinos lief. Eine Paradevorstellung ihrer Schauspielkunst gibt in der Titelrolle der blonden Hexe die junge Marina Vlady, die später mit Filmen wie "Mädchen im Schaufenster", "Die sieben Todsünden", "Die Prinzessin von Cleve" und "Die Bienenkönigin" zu einer der tragenden Charakterdarstellerinnen Frankreichs wurde. An ihrer Seite überzeugt Maurice Ronet, der im Jahr darauf mit seiner Rolle in Louis Malles Klassiker "Fahrstuhl zum Schafott" international bekannt wurde. André Michel erhielt für sein Werk 1956 den Silberen Bären der Filmfestspiele von Berlin.

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