Durch die Lektüre zu vieler Ritterromane um den Verstand gekommen, versteigt sich ein älterer armer Landedelmann darauf, als fahrender Ritter in die Welt zu ziehen, um Notleidende zu schützen und die Ehre seiner Dame zu mehren. Schon in der nächsten vermeintlichen Burg erwarten Don Quijote und seinen Knappen Sancho Panza aufreibende Abenteuer...

Die opulent ausgestattete, erstklassig besetzte und bildmächtige Verfilmung des spanischen Nationalepos' nach Miguel de Cervantes ist eine moderne, ambitionierte und von der Kritik vielgelobte Prestigeproduktion des spanischen öffentlichen Fernsehens. Regisseur Manuel Gutierrez Aragòn wurde 1942 in Santander geboren und machte sich mit der Trilogie "Camada Negra", "Sonambulos" und "El Corazon del Bosque" einen Namen. Sein Interesse für das Theater brachte ihn dazu, für "Der Prozess" von Kafka in einer Inzenierung von Peter Weiss Regie zu führen. Nach sechs Jahren Pause realisierte er 1994 seinen bisher besten Film "El Rey del Rio".

In diesem TV-Fünfteiler verfilmt er mit außerordentlicher literarischer Treue und historischer Genauigkeit bis in Ausstattungsdetails hinein eines der unvergänglichen Meisterwerke der Weltliteratur, das Miguel de Cervantes (1547 - 1616) Anfang des 17. Jahrhunderts geschrieben hat.Gedreht wurde an Originalschauplätzen der Hochebene von Castilla la Mancha, zwei Schenken sowie ein typisches Dorf wurden für die Produktion im ursprünglichen Maßstab nachgebaut. Beeindruckend ist in erster Linie die Leistung der Hauptdarsteller Fernando Rey ("French Connection") und Alfredo Landa, die zu den renommiertesten spanischen Schauspielern zählen. Vom Krebs gezeichnet, spielte Rey mit der tragikomischen Figur schlechthin seine physisch schwierigste und vielleicht beste Rolle. Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler starb 1994.