Juni 1944, Tigreville, ein kleines Urlaubsörtchen an der normannischen Küste: Hotelbesitzer Albert Quentin träumt sich wie jeden Abend in weite Ferne. Im Alkoholrausch reist er zurück in seine Vergangenheit und durchlebt wieder einmal in Gedanken die großen Abenteuer, die er einst als Quartiermeister des französischen Expeditionskorps in China erlebte. Doch dann verspricht er seiner Frau Suzanne, dem Alkohol abzuschwören. Jahre später steigt der junge Werbeagent Gabriel in Quentins Hotel ab. Genau wie einst Albert, lässt der Trinker im Rausch die Vergangenheit aufblühen. Auch Albert greift wieder zur Flasche und die beiden Männer stellen ganz Tigreville auf den Kopf...

Die turbulente Tragikomödie von Henri Verneuil lebt nicht nur von einer Reihe ungewöhnlicher Einfälle, sondern vor allem von der hohen Schauspielkunst seiner Hauptdarsteller: Leinwandstar Jean-Paul Belmondo spielt an der Seite von Jean Gabin, dem vielleicht legendärsten Charakterdarsteller des französischen Kinos. Regisseur Henri Verneuil arbeitete insgesamt achtmal mit Belmondo. So drehten sie etwa "Angst über der Stadt" und "Der Körper meines Feindes" miteinander. "Ein Affe im Winter" blieb übrigens die einzige Zusammenarbeit von Gabin und Belmondo.