Wanda, ein flottes Mädchen aus Amerika, hat sich mit George, Ken und Otto zusammengetan, um in London einen vornehmen Juwelierladen auszurauben. Wenn der Coup klappt, winkt Beute im Wert von 13 Millionen Pfund. Der Überfall ist Maßarbeit, danach wird es schwieriger. Insgeheim möchte nämlich jeder von den vieren die ganze Beute für sich haben, darum sorgen Wanda und Otto zunächst einmal dafür, dass George hinter Gittern landet. Vorsichtshalber hat der die Juwelen jedoch so gut versteckt, dass Wanda nur eine Möglichkeit sieht, sie aufzuspüren: Sie muss Georges ehrbaren Anwalt Archie Leach verführen ...

Schoßhündchenkiller, Fischverzehrer und Fritten als Folterinstrumente. Wer einmal vor Lachen auf dem Boden liegt, hat während des Films keine Gelegenheit, wieder aufzustehen. Ein köstliche, irrwitzige Gaunerkomödie mit einem glänzend aufgelegten Darsteller-Ensemble. Kevin Kline bekam zu Recht einen Oscar für seine Rolle als Gauner Otto. Regisseur Charles Crichton begann in den Dreißigerjahren seine Filmkarriere als Cutter (u. a. von "Der Dieb von Bagdad"), bevor er 1945 mit "Traum ohne Ende" sein Regiedebüt gab. Mit der Alec-Guinness-Komödie "Das Glück kam über Nacht" inszenierte er seinen neben "Ein Fisch namens Wanda" wohl besten Film - 36 Jahre vor seinem Hauptwerk. Zwölf Jahre nach dem späten Triumph starb er am 14. September 1999 einen guten Monat nach seinem 89. Geburtstag in seinem Londoner Haus.

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