Das besetzte Frankreich, 1942: Dem Juden Simon (Lionel Abelanski, Foto, l., mit Jean-Paul Roussillon) gelingt gemeinsam mit seiner Frau Léa, deren schwangerer Schwester Mauricette, der schrulligen Schwiegermutter und seinem elfjährigen Neffen Henri die Flucht über die Demarkationslinie in die unbesetzte Zone südlich von Bordeaux. Dort findet die Familie bei dem Weinbauern Maury, dessen Sohn an der Front ist, Unterschlupf. Während Maury gemeinsam mit Schwiegertochter und Enkel auf die Rückkehr des Sohnes wartet, hilft er der jüdischen Familie, wo er kann. Besonders den heranwachsenden Henri nimmt er unter seine Fittiche und sorgt für dessen Aufnahme in die katholische Gemeinde und auf ein Internat. Als Henri dort ausbricht, um seine eigenen Eltern zu suchen, reist ihm Simon nach ...

"Freie Zone" ist das Kinofilm-Regiedebüt des Schauspielers Christophe Malavoy, der ein Bühnenstück von Jean-Claude Grumberg in Szene setzte. Nachdem Malavoy in seinem TV-Film "Liebende sind unsterblich" (2003) bereits in das Frankreich des Ersten Weltkriegs eingetaucht war, nahm er sich hier das Leben einer jüdischen Familie im Zweiten Weltkrieg vor. Allerdings stellte Malavoy hier nicht den Krieg in den Mittelpunkt, sondern seine Auswirkungen auf eine Gruppe recht unterschiedlicher Menschen, die in der Not zusammen halten.

Foto: arte F/Moune Jammet