Am 15. März 1990 kommt in Brasilien Fernando Collor als erster demokratisch gewählter Präsident nach 30 Jahren an die Macht. Am nächsten Tag verkündet er eine Maßnahme zur Belebung der Wirtschaft, die das Volk aufbegehren lassen wird: die Konfiszierung jeglichen Privatvermögens. Das Land kippt in ein Chaos. Mehr als 800000 Menschen, vor allem junge, verlassen das Land, um ihr Glück woanders zu suchen...

Das Spielfilm-Debüt des brasilianischen Regisseurs Walter Salles, der mit seinem Werk "Central Station" weltweites Aufsehen erregte, ist zweifellos ein Schlüsselfilm des jungen brasilianischen Kinos. "Fremdes Land" ist ein Film über eine Generation in der Krise, alleingelassen in einem Land, das selbst noch nach einer Identität sucht.