Während des Tschetschenien-Krieges nimmt ein Dorfältester zwei russische Soldaten als Geiseln, um sie gegen seinen Sohn auszutauschen, der in russische Gefangenschaft geraten ist. Doch alle Versuche eines Gefangenen-Austauschs scheitern an dem zynischen Desinteresse russischer Kommandeure. Auch die Fluchtversuche der beiden Gefangenen mißlingen. So kommen sich Geiseln und Bewacher während der langandauernden Gefangenschaft näher und erkennen, dass auf beiden Seiten nur Menschen stehen...

Das Drehbuch zu diesem Film basiert auf einer Novelle von Leo Tolstoi, der im 19. Jahrhundert als Offizier im Kaukasus einen Krieg gegen die Tschetschenen erlebte. Regisseur und Autor Sergej Bodrow transportierte diese Geschichte geschickt in die Gegenwart. Mit ruhigen, eindringlichen Bildern der kargen Berglandschaft und ihrer Bewohner erzählt der Film von Menschen im Krieg und wie man den daraus entstehenden Zwängen entkommen kann. Eine der Hauptrollen übernahm einmal mehr Sergej Bodrow jr., der zuvor schon in den meisten Filmen des Vaters auftrat. Sergej Bodrov wurde 1989 mit dem Film "Freiheit ist ein Paradies" international bekannt.