Kaja ist Optimistin mit Leib und Seele. Dabei hat sie in ihrem Leben als Hausfrau und Mutter eigentlich nichts zu lachen. Mitten im norwegischen Nirgendwo passiert ziemlich wenig, und der eigene Ehemann geht lieber auf die Jagd als mit Kaja ins Bett. Da sind die neuen Nachbarn eine willkommene Abwechslung. Erfolgreich, witzig, verliebt und Eltern eines adoptierten Kindes aus Äthiopien sind Elisabeth und Sigve das perfekte Paar und all das, was Kaja sich immer erträumt hat. Ihre Wünsche scheinen in Erfüllung zu gehen, als sie und ihr attraktiver Nachbar sich spontan nach einem Abendessen näher kommen. Kaja ist zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich glücklich, doch hat sie die Rechnung ohne Elisabeth und ihren eigenen Ehemann Eirik gemacht. Ihr Seitensprung mit Sigve bildet nur die Eröffnung eines Bäumchen-wechsel-dich-Spiels, in dem Elchfleisch und ein Konzert des örtlichen Kirchenchors eine große Rolle spielen - und einige verblüffende Wahrheiten ans Licht kommen ...

"Happy Happy" ist das das mit leichter Hand inszenierte und ironisch-freche Spielfilmdebüt der norwegischen Regisseurin Anne Sewitzky ("Anne liebt Philipp"), die ihre Motivation folgendermaßen beschreibt: "Ich wollte eine Geschichte über eine immer glückliche Person erzählen. Egal, wie hoffnungslos und tragisch die Welt auch erscheinen mag, sie lächelt. Ihr innerer Antrieb ist Glück, ihre Überlebensstrategie ist es glücklich zu sein." Die abwechslungsreiche wie gut gespielte Beziehungskomödie mit der bravourös aufspielenden Agnes Kittelsen ("Kon-Tiki", "Max Manus") in der Role der Kaja gewann auf dem Sundance Festival 2011 den Großen Preis der Jury und den "Critic's Choice Award" beim Zürich Film Festival 2011. Henrik Rafaelsen als Sigve gewann den norwegischen Amanda Award als bester Schauspieler.

Foto: ZDF/Henriette Berg-Thomassen