Martin Brady ist vor Jahren nach Mexiko geflohen, um nicht vor Gericht gestellt zu werden; er hat sich in Missouri blutig an dem Mann gerächt, der seinen Vater auf dem Gewissen hat. In Mexiko schließt sich Brady dem ehrgeizigen Politiker Cipriano Castro an, der einen guten Schützen wie ihn zu schätzen weiß. In Castros Auftrag wagt er sich eines Tages wieder über die Grenze nach Texas, um illegal Waffen zu beschaffen. Dort stürzt er so unglücklich vom Pferd, dass er sich ein Bein bricht und einige Wochen in Gips herumläuft. Zu dieser Zeit lernt er Major Colton und dessen attraktive Frau Ellen kennen. Brady merkt rasch, dass es um die Ehe der beiden nicht gut steht und dass Ellen Colton sich für ihn interessiert. Aber auch Captain Rucker von den Texas Rangers interessiert sich für Brady. Denn Rucker weiß, was seinerzeit in Missouri passiert ist, aber er schweigt darüber, weil er Brady für die Rangers gewinnen will ...

Der interessante Western des ordentlichen Gebrauchsregisseurs Robert Parrish ("Unfall im Weltraum") zeigt Robert Mitchum in einer für ihn typischen Rolle, auch wenn er mal kein Schurke ist. Aber einen Strahlemann für das Heldenkino gibt er auch hier nicht ab. Dass in dem Film der mexikanische Politiker ausgerechnet Castro heißt, gab natürlich Ärger. In den USA warf man dem Werk vor, Fidel Castro abzufeiern, in Kuba wetterte man gegen eine angebliche Feindseligkeit. Dann geht's ja. Parrish, ein Zögling von John Ford, arbeitete hauptsächlich als Cutter und Tonmeister und gewann 1947 einen Oscar für den besten Schnitt zu "Jagd nach Millionen".