Salomon Perel wird am 20. April 1925 in Peine geboren. Nach einem Übergriff der Nazis auf die Perels im Zuge der "Reichskristallnacht" flüchtet die Familie nach Lodz, dem Geburtsort des Vaters. Als deutsche Truppen in Polen einfallen, fliehen Salomon und sein Bruder Isaak nach Osten. Beim Überqueren der "grünen Grenze" verlieren sich die Brüder. Von einem russischen Soldaten aufgegriffen, kommt Salomon in Russland für zwei Jahre in ein Waisenhaus, in dem er eine kommunistische Ausbildung erhält und zu einem sowjetischen Patrioten und überzeugten Kommunisten erzogen wird. Als Hitler den Pakt mit Stalin bricht und den Russland-Feldzug auslöst, muss Salomon erneut vor den Nazis fliehen. Von deutschen Soldaten überrascht, gibt er sich als verschleppter Volksdeutscher aus, was ihn vor der Erschießung bewahrt. Seine Russischkenntnisse machen ihn als Dolmetscher nützlich. Mit 16 Jahren kommt er zum deutschen Militär. Als er von der Front desertieren will, löst er unfreiwillig einen erfolgreichen Schlag der Deutschen gegen die Russen aus und wird zum Helden. So landet er gar auf einer NS-Eliteschule ...

Die authentische Geschichte des jüdischen Jungen Shlomo Perel, der im Zweiten Weltkrieg als Hitlerjunge getarnt auf einer Nazi-Eliteschule überlebt. Der in Deutschland eher verhalten aufgenommene Film von Agnieszka Holland avancierte in den USA zum Publikumsrenner und wurde dort sogar mit dem Golden Globe als bester nichtenglischsprachiger Film ausgezeichnet, nachdem er von der deutschen Oscar-Kommission bei der Nominierung abgelehnt worden war. Erst 1992 erhielt das Drama eine Oscar-Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch.

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