Seit Jahren leben sie im Wiener Exil Tür an Tür: Serben, Kroaten und Bosnier. Der Serbe Bora und seine Frau Bilja bereiten die Feier zum Geburstag ihres ältesten Sohnes Sascha vor. Doch über Nacht ist im ehemaligen Jugoslawien der Bürgerkrieg ausgebrochen, und Sascha, der seine Oma zur Feier nach Wien holen sollte, wird an der Grenze zwangsrekrutiert.Traumatisiert kehrt er aus dem Krieg zurück. Auch in Wien ist nichts mehr wie früher. Sascha bringt zum Schrecken seines Vaters die Bosnierin Suza mit, die Tochter eines Feindes. Bora verdächtigt sie, seinen Sohn nur wegen des Ausreisevisums geheiratet zu haben. Der ehemals beste Freund von Bora, ein Kroate, beschimpft Sascha als Mörder. Während der Vater zu Hause nationalistische Parolen von sich gibt, schweigt Sascha über seine Kriegserlebnisse und zieht sich, von Schuldgefühlen geplagt, immer mehr zurück. Hilflos muss Saschas kleiner Bruder Milan mitansehen, wie der weit entfernte Krieg die Väter von ihren Familien und Freunden trennt und sie schließlich in eine menschlichen Katastrophe führt...

Mit eher unspektakulären Bildern gelang Regisseur Goran Rebic ein bemerkenswerter Film, der die unmittelbaren Folgen eines unsinngen Krieges am Beispiel von Exilanten zeigt. Hier wird der Krieg fernab von Schlachtfeldern zum unheilvollen Boten zwischenmenschlicher Tragödien.