Einst war Malefiz eine durchaus warmherzige Frau, die friedlich im Waldkönigreich lebte. Doch während eine fremde Armee im Lande tobte, wurde sie von einer Freundin verraten und ihr Herz wurde mehr und mehr zu Stein, bis sie schließlich zu einer kalten, biestigen Hexe mutierte. Als es ihr misslingt, den neuen König zu besiegen, belegt sie dessen Tochter Aurora mit einem bösen Fluch. Es soll sich als fast Erwachsene an einer Dorne stechen und das gesamte Reich in Schlaf versetzen. Doch während das Mädchen heranwächst, merkt Malefiz mehr und mehr, dass der Fluch sich auch gegen sie selbst wenden könnte ...

Hier wird das allseits bekannte Märchen von Dornröschen einmal aus der Sicht der fiesen Fee erzählt (ähnlich wie "Spieglein, Spieglein" aus der Sicht der bösen Königin erzählt wurde). Dies ist zwar durchaus erfrischend, strotzt aber nur so vor Logik-Fehlern. Hier kann man sich des Eindruckls nicht erwehren, dass offenbar zu viele Köche den Brei verdorben haben. Die schlechten Schnitte und die überaus holprige Erzählweise werden immerhin durch die exzellenten Bilder wett gemacht. Wer nur auf visuellen Genuss aus ist und wenig bis gar keinen Wert auf Geschichte, Figurenzeichnung- und entwicklung legt, der wird hier bemerkenswert gut bedient. Denn nicht nur der Kameramann hat offenbar sein Bestes gegeben, den berühmten Disney-Zeichentrick-Klassiker "Dornröschen" zu realem, bildgewaltigem Leben zu erwecken.



Foto: Walt Disney