Die kleine Momo lebt außerhalb eines Städtchens in einem Amphitheater. Bei all ihren Freunden sehr beliebt, besitzt sie die Gabe, den Menschen zuzuhören und sie ihre Sorgen vergessen zu lassen. Eines Tages wird diese Idylle jedoch durch das Auftauchen von grau gekleideten Herren zerstört, die die Menschen zum Zeitsparen überreden wollen. Bald sind auch Momos Freunde von dieser Idee begeistert und haben keine Zeit mehr für Muße und Freizeit, weil sie nun wie besessen arbeiten. Nur Momo durchschaut das falsche Spiel der grauen Herren und wird dadurch zu einer großen Gefahr für deren Plan, den Menschen alle Zeit zu stehlen. Da ihre Freunde ihr nicht mehr zuhören, macht sich Momo auf den Weg zu Meister Hora, dem Wächter der Zeit. Dort hofft sie Hilfe zu finden. Doch die Zeitdiebe folgen Momo heimlich ...

Nach dem gleichnamigen, 1973 erschienenen Bestseller von Michael Ende ("Die unendliche Geschichte"), der auch am Drehbuch mitschrieb, inszenierte Johannes Schaaf dieses atmosphärisch dichte und prominent besetzte Fantasy-Märchen um das kleine Mädchen Momo, das von der seinerzeit 10-jährigen Radost Bokel glaubhaft und überzeugend verkörpert wird. Regie-Altmeister John Huston ist hier als weiser Meister Hora zu sehen. "Momo" ist bis heute der größte Erfolg von Radost Bokel geblieben, die danach vorwiegend in TV-Serien (""Der Staatsanwalt", "Park Hotel Stern") und -Filmen ("Klinik unter Palmen") zu sehen war.

Foto: Kinowelt