Hauptkommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge, Foto, mit Horst Krause) erfährt durch einen anonymen Anruf vom Mord an der Polizeischülerin Christine Teichow. Zunächst deutet alles auf ein Gewaltverbrechen hin - doch es gibt weder eine Leiche, noch hatte anscheinend niemand näheren Kontakt zu der jungen Frau. Bei ihren Ermittlungen an der Polizeischule Oranienburg trifft Johanna Herz auf Christines frühere Zimmernachbarin Nicole, die Christine offenbar gut kannte, sich aber sehr verschlossen zeigt. Auch Martin Becker, einer der Ausbilder an der Polizeischule, den Johanna aus Jugendzeiten kennt, hatte ein enges Verhältnis zu Christine, kann sich aber ihr plötzliches Verschwinden nicht erklären. Die einzige Spur: In einem Hotelzimmer, in dem Christine vor ihrem Verschwinden offenbar jemanden traf, lassen sich Blutspuren als möglicher Hinweis auf ein Gewaltverbrechen nachweisen. Doch von Christine fehlt nach wie vor jede Spur ...

Der letzte Fall von Imogen Kogge als Hauptkommissarin Johanna Herz, die von 2002 bis 2010 in insgesamt elf Folgen der beliebten Krimireihe zu sehen war. Regisseur Ed Herzog, der mit Kogge schon die Folge "Polizeiruf 110 - Alles Lüge" in Berlin-Brandenburg Szene setzte, verarbeitete hier ein Drehbuch von Annette Hess ("Weißensee", "Die Frau vom Checkpoint Charlie"). Doch Herzog hat diesen an sich interessanten Abschiedsfall recht müde inszeniert. Schade, Imogen Kogge hätten einen packenderen Abgang verdient gehabt. Ihre Nachfolge tritt übrigens Maria Simon an, die zuletzt in Werken wie "Kongo" und "Masserberg" (beide 2010) überzeugte.

Foto: RBB/Conny Klein