Frühjahr 1982: Sara Bender (Veronica Ferres, Foto), die mit ihren neun- und elfjährigen Töchtern Silvia und Bine in Erfurt lebt, will ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt schwer bei Helmstedt auf der Autobahn. Die Trauung wird vorerst abgesagt. Als die besorgte Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiserlaubnis - denn Sara Bender ist eine potentielle Staatsfeindin. Sie sagt offen ihre Meinung zum System und eckt damit immer wieder an. Sara ist voller Trauer, als ihr Vater kurz darauf stirbt. Und in ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen ...

Regisseur Miguel Alexandre drehte den beeindruckenden Zweiteiler, der den Zuschauer in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt, nach wahren Begebenheiten. Drehbuchautorin Annette Hess ("Was nützt die Liebe in Gedanken", "In Liebe eine Eins", "Der fremde Gast") verarbeitete hier die Geschichte der Dresdnerin Jutta Gallus, die 1982 bei ihrem Fluchtversuch festgenommen wurde, später von der Bundesrepublik freigekauft wurde und danach einen verzweifelten Kampf um ihre in DDR-Heimen lebenden Kinder begann.

Foto: MDR/UFA/Stefan Falke