Während des amerikanisch-spanischen Krieges im Jahre 1897 auf Kuba werden einige Soldaten - fast ausschließlich Schwarze - auf ein Himmelfahrtskommando geschickt. Doch statt den Tod finden sie eine Kiste Gold, mit der sie sich aus dem Staub machen. Fortan als Gesetzlose gebrandmarkt fliehen sie vor dem nach Rache dürstenden Colonel in den Westen. Sie landen in einer Western-Stadt, in der überwiegend Schwarze leben. Diese Stadt wurde vom Vater des Anführers der Deserteure gegründet, den dann weiße Siedler unter den Kapuzenen des Ku-Klux-Klans bestialisch ermordet haben. Der Sohn kennt die Vatermörder und schwört jedem von ihnen mit einer goldenen Kugel zu töten. Doch im Augenblick der Rache taucht auch der Colonel wieder auf...

Wer denkt beim Stichwort "Western" schon, dass sich unter einem breitrandigen Cowboyhut auch ein schwarzes Gesicht verbergen kann. Tatsächlich aber war die Anzahl der schwarzen Cowboys beachtlich hoch (jeder Dritte!). Doch diese Tatsache stößt im Western-Genre bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Sidney Poitier und Woody Strode) auf das Stichwort "Fehlanzeige". Mit dem Vorurteil, dass der "Wilde Westen" vornehmlich Aktionsradius kerniger Weißer und vielleicht noch einiger edler Indianer gewesen sei, räumt "Posse" gewaltig (im wahrsten Sinne des Wortes!) auf. Ein grandioser Film mit unzähligen Zitaten aus der gesamten Western-Historie von John Ford bis Sergio Leone, gespikt mit diversen Gastauftritten (Rapper Tone Loc, die Regisseure Paul Bartel und Reginald Hudlin, Pam Grier, Drehbuchautor Sy Richardson, Alt-Darsteller Woody Strode, Soul-Funk-Musiker Isaac Hayes, Melvin Van Peebles - der Vater von Mario u.a.) und gewaltvoll, aber brillant inszeniert. "New Jack City" mit Western-Kulisse und Rap-Musik. Die Renaissance des Western nach dem Motto: The Western is back - and it's black!