Vor 100 Jahren lockten die Ahnväter des Küstenstädtchens Antonio Bay ein mit Schätzen vollbeladenes Schiff im dichten Nebel auf ein Riff. Und - so erzählt es ein alter Seefahrer den Kindern - die Besatzung der zerschellten Brigg werde wiederkommen und Rache nehmen. Währenddessen treibt eine dichte Nebelbank auf die Küste zu. Um Mitternacht, am 100. Geburtstag des Küstenstädchens, geschehen plötzlich merkwürdige Dinge. Die Legende wird Wirklichkeit ...

Horrorspezialist John Carpenter ("Halloween - Die Nacht des Grauens", "Die Klapperschlange") mit einem gelungenen Frühwerk, das von seiner Fähigkeit zeugt, auch mit Low-Budget-Filmen tolles Kino zu zaubern. Alles fängt so harmlos an im verträumten Antonio Bay. Um so stärker geht unter die Haut, dass der undurchdringliche Nebel nichts Gutes birgt und wenig gemein hat mit dem lächerlichen Dunst aus den Nebelmaschinen eines Edgar Wallace. Bei Carpenter schlägt ein Märchen in blutigen Ernst mit mörderischen Enterhaken um - ein effektvoller Horrorfilm, für den Routinier Carpenter einmal mehr auch die eindringliche Musik schrieb. Mit Janet Leigh und Jamie Lee Curtis standen 1979 übrigens Tochter und Mutter gemeinsam vor der Kamera. Ein Jahr zuvor drehte der Spross aus der Ehe zwischen Janet Leigh und Tony Curtis bereits "Halloween - Die Nacht des Grauens". Für "Halloween H20 - 20 Jahre später" schlüpfte Jamie nach 17 Jahren noch einmal in die Rolle der Laurie Strode. Auch Mutter Janet wirkte bei dieser Fortsetzung mit.

Foto: StudioCanal