Thomas Crown (Steve McQueen, Foto) hat Geld genug, um sich ein aufwändiges Leben leisten zu können. Nur um auszuprobieren, ob sein ausgetüfteltes "System" funktioniert, und um des Nervenkitzels willen, inszeniert der angesehene Bostoner Geschäftsmann einen raffinierten Banküberfall. Fünf Männer, die sich untereinander ebenso wenig kennen wie ihren Auftraggeber, erbeuten dabei 2,6 Millionen Dollar. Crown deponiert das Geld auf einem Nummernkonto in der Schweiz. Während er sich weiterhin seinen teuren Hobbys widmet, tappt Police-Lieutenant Eddy Malone bei den Ermittlungen ziemlich hilflos im Dunkeln, da es keine brauchbaren Hinweise auf die Täter gibt. Anders Vicky Anderson, die sich im Auftrag einer Versicherung des Falls annimmt. Die ebenso attraktive wie intelligente Detektivin vermutet von Anfang an, dass der smarte Gentleman Thomas Crown Drahtzieher des Millionenraubs ist und sagt es ihm auf den Kopf zu. Und damit beginnt ein aufregender Zweikampf, bei dem die gleichwertigen Kontrahenten sich immer näher kommen ...

Eine absolut brillant inszenierte und gespielte intelligent-ironische Krimikomödie von Norman Jewison, die ganz den Zeitgeist ihrer Entstehungszeit spiegelt und die ohne Zweifel vor allem von ihren Stars Faye Dunaway und Steve McQueen lebt. Die beiden geben ein faszinierendes Paar und versehen ihr Verhältnis mit vielen ironischen Untertönen und einer gehörigen Prise Erotik: So war etwa die Kuss-Szene schon zu damaliger Zeit pikant. Besonders interessant: "Thomas Crown ist nicht zu fassen" war einer der ersten Filme, der die Technik des Split-Screenings (mehrere Szenen sind gleichzeitig auf der Leinwand zu sehen) einsetzte. 1999 drehte Regisseur John McTiernan das Remake "Die Thomas Crown Affäre" mit Pierce Brosan und Rene Russo, das aber in keiner Weise an die Qualität des Originals heranreicht.

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