Weniger "Tatort", mehr Freiraum: Schauspielerin Sibel Kekilli hört als Tatort-Kommissarin auf und ist im März zum letzten Mal als Sarah Brandt in einer neuen Folge der Krimireihe zu sehen.

"Es braucht natürlich eine Portion Mut, nicht weiter zu machen, aber ich möchte als Schauspielerin wieder mehr Freiraum für andere Projekte und Rollenangebote haben", sagte Kekilli der Süddeutschen Zeitung. Sie habe sich ihrer Figur als Kommissarin und Computerexpertin Sarah Brandt zwar "sehr verbunden gefühlt" und "viele Kämpfe durch- und überlebt", doch jetzt sei es ihr Wunsch Lebewohl zu sagen.

Damit macht Kekilli nach sieben Jahren und 14 Fällen als Tatort-Kommissarin Schluss und ist in diesem Jahr im Ersten noch in zwei neuen Tatort-Folgen aus Kiel zu sehen: Am 19. März in "Borowski und das dunkle Netz" von David Wnendt und am 21. Mai in "Borowski und das Fest des Nordens" von Jan Bonny.

"Schade, dass Sibel Kekilli künftig nicht mehr die Kommissarin Sarah Brandt spielen möchte. Sie hat dem Kieler 'Tatort' gut getan", sagte Thomas Schreiber zum Abschied von Kekilli. "Ich wünsche ihr, dass Regisseure und Produzenten sie mit neuen herausfordernden Rollen besetzen", so der Leiter des NDR Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung.

Durchbruch mit "Gegen die Wand"

Bekannt wurde Kekilli 2004 mit ihrer Rolle in Fatih Akins Film "Gegen die Wand", der mehrfach ausgezeichnet wurde. Auch die 36-Jährige ist für ihre schauspielerische Leistung in dem Drama u.a. mit dem Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin geehrt worden.

Von 2011 bis 2014 war Kekilli zudem in der Erfolgsserie "Game of Thrones" als Kurtisane "Shae" zu sehen und erlangte dadurch auch international Bekanntheit.

Wer künftig im Kieler Tatort an der Seite von Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) ermitteln wird, möchte der NDR rechtzeitig bekannt geben.