TV-Ikone

Christine Neubauer: Ein Leben zwischen Leinwand und Privatglück

08.05.2026, 12.24 Uhr
Christine Neubauer, eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, steht für eine beeindruckende TV-Karriere. Doch auch ihr Privatleben sorgt für Schlagzeilen, etwa durch ihre Hochzeit mit José Campos auf Mallorca und ihre Rolle als stolze Großmutter.

Heute gehört Christine Neubauerzu den beliebtesten TV-Gesichtern Deutschlands. Ihren ersten großen TV-Auftritt hatte sie bereits vor über 40 Jahren – in einer legendäre Fernsehreihe.

Erst vor wenigen Tagen machte sie Schlagzeilen: Wie die "Bunte" berichtete, hat Christine Neubauer in einer Zeremonie im engsten Familienkreis ihren langjährigen Partner, José Campos, in ihrer Wahlheimat Mallorca geheiratet. Dass sie inzwischen eher mit ihrem Privatleben als mit neuen Rollen in den Medien steht, beklagt die 63-jährige Schauspielerin dabei immer wieder. Dabei zählte sie viele Jahre lang zu den meistbeschäftigten TV-Gesichtern des Landes, woran auch das Nachkriegsdrama "Die Frau des Heimkehrers" (2006) erinnert, das der BR am Freitag, 8. Mai, um 20.15 Uhr wiederholt. An die allererste Rolle des Publikumslieblings werden sich allerdings nur die wenigsten erinnern können.

Als Tochter eines Buchdruckerehepaars wuchs Neubauer in München auf, sie machte die Mittlere Reife, studierte kurz Psychologie – und entschied sich dann für die Schauspielerei. Es folgten Unterricht bei Ruth von Zerboni und Wolfgang Büttner sowie ein Aufenthalt am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York. Parallel sammelte sie erste Bühnenerfahrungen am Münchner Volkstheater, am Theater der Jugend und an der Kleinen Komödie. Ihren ersten größeren Auftritt hatte sie 1984 im BR-Komödienstadel in der Episode "Doppelte Moral". Auch in der Kinokomödie "Tapetenwechsel" war sie im selben Jahr in einer kleinen Rolle zu sehen.

"Meine Filme laufen rauf und runter"

Mit der ARD-Serie "Löwengrube" gelang Neubauer 1987 der Durchbruch. Für ihre Rolle der Traudl Grandauer erhielt sie 1992 den Grimme-Preis. Es folgten zahlreiche Serien und Fernsehfilme, die sie zu einem festen Bestandteil der deutschen TV-Landschaft machten – von "Ein Bayer auf Rügen" bis "München 7". Auch ARD-Degeto-Produktionen wie "Vollweib sucht Halbtagsmann", "Die Schokoladenkönigin" oder "Die Geierwally" prägten ihr Image.

Es war ein Rollenbild, das im besten Falle belächelt, oftmals aber verschmäht wurde: Kritiker pickten sich, so Neubauer im teleschau-Interview, "ein bekanntes Gesicht heraus und stellten mich plakativ aus. Stellvertretend für eine gewisse Art Filme, die sie pauschal als schlecht empfanden." Kritik an ihrer Arbeit könne sie annehmen: "Damit gehe ich gerne um, weil ich ein absolut kritikfähiger Mensch bin." Persönliche Angriffe dagegen gingen zu weit.

Sie selbst kritisierte vor allem in den letzten Jahren immer wieder strukturelle Probleme des Geschäfts, die sie an sich selbst sehen könne: "Meine Filme laufen rauf und runter, und es scheint, als würden die Zuschauer sie genauso lieben wie ich", schrieb sie Anfang 2026 in einem Q&A bei Instagram. Dennoch beobachte sie: "Diese Geschichten, diese Art von Filmen, werden heute kaum noch produziert."

Auch die geringe Zahl an Rollen für Frauen über 50 findet sie "diskriminierend". 2024 erzählte sie in der "NDR Talk Show" von einem als Produzentin geplanten Filmprojekt, bei dem die Hauptdarstellerin 60 Jahre alt sei, für das sie aber keinen Abnehmer fände. Die oft zitierte Begründung, es gebe kein Publikum für solche Stoffe, wies sie in einem "AZ"-Interview zurück: "Spricht man mit dem Publikum, sieht die Realität anders aus." Ihr eigener Erfolg gebe ihr recht: Der von ihr co-produzierte Kinofilm "Hundswut" (2024) sei "ein leuchtendes Beispiel, dass ein Cast auch jenseits der 20 oder 30 begeistern kann."

Neubauer: die "glücklichste und stolzeste Oma der Welt"

Während ihre Karriere etwas in Stocken geraten ist, genießt Neubauer ihr privates Glück. Im November 2025 berichtete die "Bild", dass sie Großmutter geworden sei, ihr Sohn Lambert Dinzinger jr., zu dem sie lange Zeit keinen Kontakt hatte, habe eine Tochter bekommen: "Ich bin die glücklichste und stolzeste Oma der Welt. Ich habe wirklich die schönste Enkeltochter der Welt. Und eine tolle Schwiegertochter", sagte sie der Zeitung.

Nach ihrer Ehe mit dem Sportjournalisten Lambert Dinzinger, mit dem sie von 1990 bis 2011 verheiratet war, traute sich Neubauer nun erneut. Wie "Bunte" berichtet, haben sich die Schauspielerin und der drei Jahre jüngere Campos auf der Insel im engsten Familienkreis das Ja-Wort gegeben. Nach der Eheschließung zeigte sich das frischvermählte Paar "überglücklich" und erklärte: "Wir hätten nicht gedacht, dass unsere Heirat unser tiefes Gefühl gegenseitiger Liebe noch einmal intensivieren könnte, aber genau das empfinden wir jetzt. Wir sind Seelenverwandte und jetzt für alle sichtbar auch als Ehepaar verbunden."

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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