"Friends"-Star wird 60: Was macht David Schwimmer heute?
Sie konnten nicht miteinander, sie konnten nicht ohneeinander: Die On-Off-Beziehung von Ross und Rachel in der Erfolgs-Sitcom "Friends" steht heute geradezu synonym für diese Dynamik. So manch andere Comedy-Serie hat die ikonische Romanze der beiden widerwilligen Turteltauben aufgegriffen. In "Scrubs" etwa, als der Hausmeister dem liebesgeplagten Protagonisten J.D. nahegelegt, die von ihm verehrte Elliot zu vergessen. "Ich meine, ihr seid nicht gerade Ross und Rachel", sagt er. "Wer?", fragt J.D. "Dr. Ross und Rachel aus der Buchhaltung", antwortet der Hausmeister.
Der "Scrubs"-Witz würde nicht funktionieren, wenn man nicht voraussetzen könnte, dass die absolute Mehrzahl der Zuschauerinnen und Zuschauer die Anspielung auf das zentrale "Friends"-Pärchen auch verstehen wird. Mit den Figuren Ross Gellar und Rachel Green schufen die Autorinnen und Autoren der Sitcom eines der großen Paare der TV-Geschichte – gemeinsam mit dem Schauspieler und der Schauspielerin, die sie darstellten: David Schwimmer und Jennifer Aniston.
Die letzte "Friends"-Episode feierte am 6. Mai 2004. Anlässlich des 60. Geburtstags von David Schwimmer, gehen wir der Frage nach, was "Ross" seitdem so getrieben hat.
David Schwimmer ging nach dem Ende von "Friends" unter die Regisseure
Nach dem Ende von "Friends" wechselte David Schwimmer überwiegend auf die Seite hinter der Kamera. Sein erstes Projekt kam jedoch nicht zum Tragen: Die Sitcom "Nevermind Nirvana", bei der er als Regisseur und ausführender Produzent fungierte, fand keinen abnehmenden Sender. Im Anschluss begab er sich wieder auf bekanntes Terrain: Für den "Friends"-Spin-off "Joey" führte er bei zwei Episoden Regie.
Nach dem Fernsehfilm "New Car Smell" (2005) realisierte er 2007 mit "Run, Fatboy, Run" seinen ersten Kinofilm, mit "Shaun Of The Dead"-Star Simon Pegg in der Hauptrolle. Obwohl die Kritiken bescheiden ausfielen, konnte sich das Einspielergebnis von weltweit 33,5 Millionen US-Dollar sehen lassen. Die britischen Kinocharts führte die Komödie sogar vier Wochen lang an. Mit seinem nächsten Film wechselte Schwimmer das Genre. "Trust" wurde jedoch genau umgekehrt rezipiert wie der Vorgängerfilm: Der Thriller bekam gute Kritiken – der renommierte Filmkritiker Roger Ebert vergab gar die Höchstwertung – spielte jedoch gerade einmal rund 600.000 Dollar ein.
David Schwimmer widmet sich nun vor allem dem Theater
Als TV-Darsteller machte sich Schwimmer nach "Friends" erst einmal rar. Er tauchte in vereinzelten Episoden von Comedy-Hits wie "30 Rock" und "Curb Your Enthusiasm" auf, die das Sitcom-Genre in den Nullerjahren revolutionierten. Eine Hauptrolle spielte er erst 2016 wieder. In der ersten Staffel der Serie "American Crime Story", die sich um den Mordprozess gegen O.J. Simpson drehte, verkörperte er dessen Freund und Anwalt Robert Kardashian. 2018 spielte er in der Sitcom "Will & Grace" eine wiederkehrende Rolle.
Zuletzt spielte Schwimmer eine Hauptrolle in der britischen Comedy-Serie "Intelligence" (2020-2023) sowie in der zweiten Staffel der US-Horror-Serie "Gänsehaut" (2025). Als Darsteller verschlug es ihn selten ins Kino. Seit dem "Friends"-Aus war er nur acht Mal in einem Kinofilm zu sehen. Zu hören war er dreimal: In der "Madagaskar"-Reihe (2005-2012) sprach er die Giraffe Melman. Als Regisseur kehrte er nach dem bescheidenen Einspielergebnis von "Trust" nie mehr auf die große Leinwand zurück. Sein letzter Film "Irreversible" wurde erneut für das Fernsehen produziert.
Stattdessen wendet sich Schwimmer nun einem klassischen Feld der Schauspielkunst zu: Im September 2026 trat er seinen Posten als Produzent und Regisseur am Lookingglass Theatre in Chicago an. Schon zuvor war Schwimmer tief mit dem Theater verbunden: Er hatte es nach Abschluss seines Theaterstudiums gemeinsam mit Freunden gegründet und war auch nach seinem Aufstieg zu weltweitem Ruhm immer wieder als Schauspieler und Regisseur dort tätig.
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH