Neue Verstärkung im Kieler „Tatort“: Karoline Schuch wird zur „Tatort“-Psychologin
Ihr erster Auftritt fällt noch vergleichsweise kurz aus: Im „Tatort: Unter Freunden“ (Sonntag, 11. Oktober, 20.15 Uhr, ARD) spricht Elli Krieger erst spät ihre ersten Sätze. Mehr Raum bekommt die Polizeipsychologin eine Woche später in „Tatort: Unter Feinden“. Für Darstellerin Karoline Schuch ist die ARD-Reihe allerdings alles andere als Neuland. Vielmehr setzt sie mit ihrer neuen Rolle eine ungewöhnliche „Tatort“-Karriere fort.
Zwischen 2001 und 2010 spielte Schuch in sechs Kölner „Tatort“-Folgen eine der beiden Töchter von Ermittler Freddy Schenk (Dietmar Bär). Auch in Kiel war sie bereits zu sehen: Im ersten Fall mit Almila Bagriacik, „Borowski und das Haus der Geister“ aus dem Jahr 2018, übernahm sie eine Episodenhauptrolle. Nun gehört sie als Elli Krieger dauerhaft zum Kieler Kosmos.
Karoline Schuch spielt im „Tatort“ eine Psychologin
Als Elli Krieger analysiert sie Biografien und Beziehungen von Tatpersonen und soll mit gezielten Fragen neue Perspektiven eröffnen. Dass Schuch selbst Psychologie studiert hat, macht die Rolle für sie besonders reizvoll. „Dieser Umstand hat mich besonders gereizt, weil damit für mich die klassische Kommissarsarbeit entfällt und es einen spannenden Kontrast zur Figur Mila Sahin geben wird“, sagte sie im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.
Dabei stand hinter Schuchs eigener Schauspielkarriere zunächst kein großer Plan. Sie wuchs in Jena auf, gemeinsam mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Albrecht Schuch, der später ebenfalls Schauspieler wurde. Bereits mit sechs Jahren stand sie im „Kinderstudio Jena“ auf der Bühne, später nahm sie professionellen Schauspiel- und Stimmunterricht. Trotzdem zweifelte sie lange daran, ob sie daraus tatsächlich einen Beruf machen sollte.
Eine weggeworfene Visitenkarte brachte ihre Karriere ins Rollen
„Das hab ich aber immer wieder verworfen, weil ich dachte, davon träumen so viele und Geld verdient man damit auch nicht“, erzählte sie im „Gala“-Interview. Entscheidend wurde schließlich eine zufällige Begegnung in einem Club in Jena. Dort sprach sie ein Mann an, „der eine Sonnenblume im Haar und einen Rock trug“, und gab ihr seine Visitenkarte.
„Ich hab das erst mal gar nicht so ernst genommen und hab die Karte erst mal weggeschmissen.“ Zwei Wochen später meldete sich Schuch doch. Es folgte ein Casting – und schließlich ihre erste größere Fernsehrolle. Ab 2000 spielte sie Lara Cornelius in der Daily-Soap „Verbotene Liebe“. Nach 248 Folgen stieg sie ein Jahr später wieder aus.
Vom Soap-Star zurück zum „Tatort“
Eine feste Rolle folgte wenig später im Kölner „Tatort“. Auch danach blieb die Krimireihe eng mit ihrer Laufbahn verbunden. Für ihren Auftritt in der Frankfurter Folge „Bevor es dunkel wird“ erhielt sie 2008 den Günter-Strack-Fernsehpreis als beste Nachwuchsdarstellerin. Parallel studierte Schuch Psychologie an der Freien Universität Berlin und schloss das Studium 2010 mit der Note „sehr gut“ ab.
Daneben war sie in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ (2006), „Zweiohrküken“ (2009) und „Zeiten ändern dich“ (201
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH