TV-Tipp: "24 Stunden Angst" mit Kevin Bacon bei Tele 5
Wenn das eigene Kind entführt wird, dann werden 24 Stunden zu einer ganzen Ewigkeit. Dann zählt jeder Augenblick, jede Sekunde. Schließlich geht es um Leben und Tod. Regisseur Luis Mandoki ("Message in a Bottle") hat aus dieser Situation in "24 Stunden Angst" (2002) einen spannenden Mainstream-Thriller mit Oscarpreisträgerin Charlize Theron, Cobain-Witwe Courtney Love und dem ehemaligen Teenie-Schwarm Kevin Bacon in den Hauptrollen gemacht. Wie gut die Rechnung aufging, lässt sich nun bei Tele 5 (Donnerstag, 17. September, 22.20 Uhr) besichtigen.
Bei den Jennings scheint das Familienglück geradezu vollkommen zu sein. Will Jennings (Stuart Townsend) ist ein äußerst erfolgreicher Arzt, ein Star-Mediziner sozusagen. Und er ist verheiratet mit einer schönen Frau namens Karen (Charlize Theron). Kaum noch nennenswert, dass das Paar auch ein reizendes Kind, eine hübsche, kleine Tochter (Dakota Fanning) hat. Eine Familie also, wie man sie bestens von munteren Werbespots kennt.
Kevin Bacon brilliert als Bösewicht
Doch dieses Glück wird urplötzlich von Kidnappern zerstört: Der größenwahnsinnige Taugenichts Joe Hickey (Kevin Bacon) hat zusammen mit seiner Frau Cheryl (Courtney Love) und seinem Cousin Marvin (Pruitt Taylor Vince) einen teuflischen Entführungsplan ausgeheckt, ein perfektes Verbrechen, wie er glaubt. Die Jennings werden – jeder für sich und voneinander getrennt – gefangengenommen und festgehalten. Jede halbe Stunde telefonieren die Kidnapper nun miteinander, nur so soll das Kind am Leben bleiben, bis zur Zahlung des Lösegelds. In 24 Stunden ist dann – so oder so – alles vorbei.
Doch womit der teuflische Joe nicht gerechnet hat: Tochter Abby hat schweres Asthma und schwebt in Lebensgefahr. Vater Will ist trotzdem nicht bereit, auf die Lösegeldforderungen der Gangster einzugehen, während Joe mit Mutter Karen sexuell aufgeladene Machtspiele betreibt. Irgendwann entdeckt Karen, dass hinter der perfekten Entführung persönliche Motive lauern.
Die aufgesetzte Sache mit dem Asthma hätte Mandoki besser gelassen, und auch mit der Logik nimmt es das Drehbuch (Greg Iles, nach dem eigenen Roman) beim actiongeladenen Showdown leider nicht sonderlich genau. Am Ende muss Kevin Bacon einmal mehr den völlig durchgeknallten Rächer mimen. Alles in allem werden hier gängige Thriller-Klischees auf durchaus spannende Weise für ein unterhaltsames B-Picture ausgeschlachtet.
Bacon freilich brilliert. Hat er ein Geheimrezept für schwierige Rollen? Bacon: "Manche sagen, dass du die Menschen, die du darstellst, lieben musst. Aber das sehe ich anders: Ich habe oft Leute gespielt, die ich absolut nicht mochte. Für mich ist das Wichtigste, die Person so echt wie möglich wirken zu lassen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH