Ernst Hannawald

Lesermeinung
Biografie
Ein wenig gehetzt sieht er aus und das gnadenlos unruhige Leben steht ihm im Gesicht geschrieben. Verständlich. Seine Jugend ist von Misshandlungen, Verwahrlosung, dem frühen Tod der Lieblingsschwester und LSD-Trips mit 13 Jahren überschattet. Trotzdem - oder deswegen? - steht Hannawald als 17Jähriger am Beginn einer Filmkarriere, als ihm Regisseur Wolfgang Petersen 1977 eine Hauptrolle in dem Skandalfilm "Die Konsequenz" anbietet - die Geschichte einer Männerliebe hinter Gittern.

Über Nacht wird der Heranwachsende als große Hoffnung des deutschen Films gefeiert. Dem breiten Publikum fällt er als häufiger Seriendarsteller ("Zur Freiheit", "Tatort", "Derrick", "Soko 5113") auf. Doch das Schicksal stösst Hannawald einmal mehr in den Abgrund. Bei einem Verkehrsunfall im Sommer 1986 sterben zwei Freunde und Hannawalds Verlobte Lucie. Er selbst liegt zwölf Tage im Koma und muss anschließend wochenlang in einer Klinik behandelt werden. Zurück in München beginnt ein Teufelskreis: das teure Kokain, keine Aufträge mehr, Schulden. Hannawald landet an der Nadel. Im Drogenrausch kommt es im Januar 1998 zur Verzweiflungstat.Bewaffnet mit einer ungeladenen Gaspistole überfällt er zwei Geldinstitute. Hannawald wird festgenommen. Die fünfjährige Haftstrafe endet wegen guter Führung vorzeitig am 3. August 2000.

Vielleicht ein Wink des Schicksals - denn Hannawald lässt sich nicht unterkriegen, arbeitet wieder an seiner Karriere, kehrt in seinen Beruf zurück, nimmt an Castings teil, spielt kleine Rollen ("Die Rosenheim-Cops", 2001) und veröffentlicht Ende Februar 2002 das in der Haft niedergeschriebene Tagebuch, seine Autobiografie. Gleich nach seiner Entlassung war er übrigens ein gefragter Talkshowgast, so bei Alfred Bioleks "Boulevard Bio" und auch in Wieland Backes "Nachtcafé".

Der Kinokenner verbindet Hannawald mit sozialkritischen Filmen. Neben der angeführten "Konsequenz" etwa noch "Die letzten Jahre der Kindheit" (1979), eine kritische Parabelüber die Brüchigkeit der Gesellschaft, "Die Faust in der Tasche" (1979, mit Manfred Krug und Ursela Monn) oder "Der Stau" (Italien, 1978). Weitere Filme und Serien mit Ernst Hannawald: "Der Kaiser von Schexing" (Serie, 2010), "Dampfnudelblues. Ein Eberhoferkrimi" (2013).

BELIEBTE STARS

John Wayne im Jahr 1968.
John Wayne
Lesermeinung
Beeindruckt mit natürlichem Spiel: Julia Brendler
Julia Brendler
Lesermeinung
Gibt den fiesen Typen mit Bravour: Jack Nicholson.
Jack Nicholson
Lesermeinung
Caroline Peters in der gefeierten Krimiserie "Mord mit Aussicht".
Caroline Peters
Lesermeinung
Action-Star aus Deutschland: Antje Traue.
Antje Traue
Lesermeinung
Vielseitig einsetzbar: Alan Rickman.
Alan Rickman
Lesermeinung
Schon lange ein Weltstar: Ralph Fiennes
Ralph Fiennes
Lesermeinung
Wenig skandalträchtig: Paul Newman.
Paul Newman
Lesermeinung
Tom Beck in der RTL-Serie "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei".
Tom Beck
Lesermeinung
Tanja Schleiff in im Dortmunder "Tatort - Mein
Revier"
Tanja Schleiff
Lesermeinung
Hervorragender Charakterdarsteller aus Frankreich: Lambert Wilson
Lambert Wilson
Lesermeinung
Schon lange ein Weltstar: Hans Zimmer
Hans Zimmer
Lesermeinung
"Kung-Fu-Macher" mit Weltkarriere: Jacki Chan
Jackie Chan
Lesermeinung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Gibt den Ganoven par excellence: Terrence Howard.
Terrence Howard
Lesermeinung
James Remar.
James Remar
Lesermeinung
Schauspieler Milan Peschel bei der Premiere zu "Beckenrand Sheriff".
Milan Peschel
Lesermeinung
Geht in seinen Rollen auf: Alfred Molina
Alfred Molina
Lesermeinung