Ángela Molina

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Jetzt nur noch ein Porträt vom Lehrer! Angela Molina
Ángela Molina
Geboren: 05.10.1955 in Madrid, Spanien

Ángela Molina stammt aus einer bekannten spanischen Künstlerfamilie: Sie ist das dritte von acht Kindern des Sängers und Schauspielers Antonio Molina und seiner Frau Ángela Tejedor. Ihre Geschwister Paula und Miguel sind ebenfalls Schauspieler, die jüngere Schwester Mónica arbeitet als Schauspielerin und Sängerin und Bruder Noel ist Komponist und Musikproduzent. Nach ihrer Schulausbildung studierte Ángela Molina Tanz und Schauspiel an der Real Escuela Superior de Arte Dramático in Madrid. Ihren ersten TV-Auftritt hatte sie in Francisco Lara Polops Kriminalfilm "Las protegidas" (1975) an der Seite von Simón Andreu in der Rolle der Elena Rivero. Fortan war Ángela Molina vorwiegend in Produktionen des spanischen, italienischen (etwa 1979 unter Regie-Legende Elio Petri in "Le buone notizie", 1982 in "Die Augen, der Mund" von Marco Bellocchio, 1985 in Franco Rossis TV-Mehrteiler "Quo Vadis?") sowie des französischen Films (etwa in Mireille Darcs , "La barbare", 1989, oder 1991 in Alain Tanners "Der Mann, der seinen Schatten verlor") zu sehen, spielte aber auch in Deutschland (1980 in Bernhard Sinkels "Kaltgestellt", 1983 in "Dies rigorose Leben" von Vadim Glowna.

Ihr gelang der internationale Durchbruch als Dienstmädchen Conchita in Luis Buñuels letztem Werk "Dieses obskure Objekt der Begierde" (1977), die sich ihre Rolle mit der Schauspielerin Carole Bouquet teilt. Die Figur des Dienstmädchens bekommt durch diese Doppelbesetzung komplexe und widersprüchliche Züge, verkörpert sie einerseits - in der Gestalt von Bouquet - die keusche Schöne und andererseits die laszive Verführerin.

Ángela Molina zählt zu den bekanntesten Schauspielerinnen Spaniens. Sie stand bereits für viele spanischen Regiegrößen vor der Kamera. So sah man sie etwa in Pedro Almodóvars "Live Flesh - Mit Haut und Haar" (1997) und "Zerrissene Umarmungen" (2009), sie arbeitete mit Buñuel, spielte in Jaime de Armiñáns "Nunca es tarde" (1977) und Manuel Gutiérrez Aragóns "Das Herz des Waldes" (1978), drehte mehrere Filme unter der Regie von Jaime Chávarri wie etwa "Vierzig Jahre nach Granada" (1977) und "Die Dinge der Liebe" (1989) und übernahm die Hauptrolle in Bigas Lunas "Lola" (1986). Gleichzeitig wurde sie für viele internationale Produktionen besetzt und spielte etwa an der Seite von Stars wie Gérard Depardieu und Sigourney Weaver in Ridley Scotts "1492 - Die Eroberung des Paradieses".

1986 wurde Molina als erste ausländische Schauspielerin mit dem italienischen David di Donatello Preis für ihre schauspielerische Leistung in Lina Wertmüllers "Camorra" ausgezeichnet. Sie gewann zahlreiche nationale und internationale Preise - allein von der Filmzeitschrift Fotogramas wurde sie mehrmals für ihre Darbietungen nominiert und gewann in den Jahren 1978 bis 1999 gleich vier Mal in unterschiedlichen Kategorien. Außerdem wurde Molina mehrfach für den Goya nominiert, den wichtigsten spanischen Filmpreis. Häufig sah man Ángela Molina in eher kontroversen Filmrollen, da sie oft Frauen verkörpert, die in Zeiten des Franco-Regimes leben oder noch die Auswirkungen dieser Diktatur zu spüren bekommen.

Weitere Filme mit Ángela Molina: "No quiero perder la honra", "No matarás" (beide 1975), "Cuentos y leyendas - La rubia y el canario" (Serie), "Las largas vacaciones del 36", "La ciutat cremada" (alle 1976), "Camada negra", "Viva/muera Don Juan Tenorio" (beide 1977), "Los restos del naufragio", "El hombre que supo amar", "La portentosa vida del pare Vincent" (alle 1978), "Stau", "Operación Ogro", "La sabina" (alle 1979), "Dämonen im Garten" (1982), "Bearn o la sala de las muñecas" (1983), "La bella Otero" (1984), "Fuego eterno", "Bras de fer" (beide 1985), "El río de oro", "La mitad del cielo", "Streets of Gold" (alle 1986), "Il generale" (Serie), "Die Braut war wunderschön", "Fuegos", "Laura, del cielo llega la noche" (alle 1987), "Der Abschiedsbrief", "The Legendary Life of Ernest Hemingway", "Luces y sombras" (alle 1988), "Luces y sombras", "Esquilache", "Barroco" (alle 1989), "Sandino", "Los ángeles", "La batalla de los Tres Reyes" (alle 1990), "Martes de carnaval", "Río Negro", "Böses Erwachen", "Le voleur d'enfants", "Prinzessin Fantaghirò" (alle 1991), "Volevo i pantaloni", "Una mujer bajo la lluvia" (beide 1992), "Krapatchouk", "Mal de amores", "Coitado do Jorge" (alle 1993), "El baile de las ánimas", "Con gli occhi chiusi" (beide 1994), "La famiglia Ricordi" (Serie), "Un año, ocho meses y nueve días", "Gimlet", "Las cosas del querer: Segunda parte", "Oh, cielos" (alle 1995), "Oedipo alcalde" (1996), "Sin Querer - Zeit der Flamingos" (1997), "Vite blindate", "Le baiser sous la cloche", "Hermanas" (Serie), "Das letzte Kino der Welt" (alle 1998), "La mujer del presidente" (Serie 1999), "Maria, Tochter ihres Sohnes", "El Mar", "Jara", "One of the Hollywood Ten" (alle 2000), "Ein unmögliches Verbrechen", "Abogados" (Serie), "L'origine du monde", "Sagitario", "Annas Sommer", "Malefemmene" (alle 2001), "Piedras", "Nowhere", "Carnages" (alle 2002), "Al sur de Granada", "Nero" (2004), "El triunfo", "Die Borgias", "Die Unbekannte", "La caja", "La sacra famiglia" (alle 2006), "Das Haus der Lerchen", "Anastezsi", "Chiara e Francesco", "La commune" (Serie), "Un château en Espagne" (alle 2007), "Io non dimentico" (Serie), "14, Fabian Road", "Diario de una ninfómana" (alle 2008), "Baarìa - Eine italienische Familiengeschichte", "Barbarossa", "L'onore e il rispetto" (alle 2009), "Amaro amore", "Caterina e le sue figlie 3 - Seconda puntata" (Serie), "Dein Weg", "Carne de neón", "Vidas pequeñas" (alle 2010), "Gran reserva" (Serie 2010-2011), "Memoria de mis putas tristes" (2011), "Blancanieves - Ein Märchen von Schwarz und Weiß", "At 2:15" (beide 2012).

Zur Filmografie von Ángela Molina
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