Michele Placido

"Allein gegen die Mafia" machte ihn weltberühmt:
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"Allein gegen die Mafia" machte ihn weltberühmt: Michele Placido
Michele Placido
Geboren: 19.05.1946 in Ascoli Satriano, Apulien, Italien

Die Hauptrolle des Commissario Cattani in der weltweit erfolgreichen Fernsehserie "Allein gegen die Mafia" (1983-1988) machte ihn über Italiens Grenzen hinaus berühmt: Michele Placido. Der Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent studierte zunächst Schauspiel am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom sowie an der Accademia Nazionale d'Arte Drammatica. 1969 gab er sein Theaterdebüt in einer Inszenierung von Shakespeares "Mittsommernachtstraum". Anfang der Siebzigerjahre begann Placido auch seine TV- und Kinokarriere, für die er später mit so hochkarätigen Regisseuren wie Luigi Comencini, Mario Monicelli, Lina Wertmüller oder Francesco Rosi zusammenarbeitete. Allerdings sind die meisten von Placidos frühen Filmen hierzulande nie gelaufen.

Erste Beachtung fand Placido hierzulande in Pasquale Squitieris Mafiafilm "Der Aufstieg des Paten" (1977), in dem er mit Claudia Cardinale und Francisco Rabal vor der Kamera stand. Bereits im Jahr zuvor war er für seine schauspielerische Leistung in Marco Bellocchios "Triumphmarsch" mit einem David-di-Donatello-Preis ausgezeichnet worden. 1979 gewann er für die Titelrolle in Salvatore Samperis Homosexuellen-Drama "Ernesto" bei der Berlinale den Silbernen Bären als bester Schauspieler. Ebenfalls 1979 besetzten ihn die Brüder Paolo und Vittorio Taviani in ihrem Drama "Die Wiese" an der Seite der schönen Isabella Rosselini. Regisseur Damiano Damiani, der mit Placido schon die Auftaktfolge zu "Allein gegen die Mafia" gedrehte hatte, war auch Placidos Regisseur in dem Mafiafilm "New York Connection" (1985). Bei Lina Wertmüller dagegen stand er mit Mariangela Melato als Macho und Ex-Entführer in der furiosen Komödie "Reich und gnadenlos" (1986) vor der Kamera.

Eine internationale Großproduktion war 1987 Jim Abrahams' Komödie "Zwei mal zwei", die ihn an der Seite der Hollywood-Stars Bette Midler, Lily Tomlin und Fred Ward in den Kinos zeigte. Dagegen schlüpfte er 1993 in "Giovanni Falcone" in die Rolle des gleichnamigen Richters, der am 23. Mai 1992 in Capaci bei Palermo von der Mafia ermordet worden war. Ganz hervorragend war auch sein Fiore in Gianni Amelios Politthriller "Lamerica" (1994) an der Seite von Enrico Lo Verso. Marco Bellocchio war der Regisseur der Literaturverfilmung "La Balia - Die Amme" (1999) mit Valeria Bruni-Tedeschi, während Placido in dem TV-Film "Padre Pio - Tra cielo e terra" (2000) den gleichnamigen, in ganz Italien verehrten katholischen Ordensmann und Priester gab.

Sein Debüt als Regisseur gab Michele Placido bereits 1990 mit dem Roadmovie "Der lange Weg nach Norden", der seine Premiere in Cannes feierte. Weitere Regiearbeiten sind das Drama "Le amiche del cuore" (1992) mit Asia Argento, das Krimidrama "Der Fall Sindona" (1994), das Drama "Del perduto amore" (1998, FEDIC Award für Michele Placido bei den Filmfestspielen von Venedig), die romantische Komödie "Un viaggio chiamato amore" (2002) mit Laura Morante und Stefano Accorsi, der Thriller "Romanzo criminale" (2005, David de Donatello-Preis für Placido) sowie das Drama "Il grande sogno" (2008). Zwei Jahre später folgte der sehenswerte Thriller "Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes".

Weitere Filme mit Michele Placido: "Teresa la ladra", "Il caso pisciotta" (beide 1972), "Mia moglie, un corpo per l'amore", "Das Geheimnis der schwarzen Hand", "Il picciotto" (alle 1973), "Romanzo popolare", "Das Urteil", "Wie tief bin ich gesunken" (alle 1974), "Moses", ""Orlando furioso", "Peccati in famiglia" (alle 1975), "La Orca - Gefangen, geschändet, erniedrigt", "Too Much Fear", "Agnes geht in den Tod" (alle 1976), "Die Frau aus zweiter Hand", "Kleinhoff Hotel", "Wilde Früchte", "Casotto" (alle 1977), "Un uomo in ginocchio", "Die zweite Haut" (beide 1978), "Volontari per destinazione ignota", "Ein total versautes Wochenende", "Wilde Betten - Lippenstift-Tigerinnen" (alle 1979), "Der Sprung ins Leere", "Lulu" (beide 1980), "Die Flügel der Taube", "Drei Brüder", "Cargo" (alle 1981), "Sciopèn" (1982), "Il passo falso", "Ars Amandi - Die Kunst der Liebe" (1983), "Träume der Liebe" (1987), "Der Abschiedsbrief", "Come sono buoni i bianchi" (beide 1988), "Marco Terzi gibt nicht auf" (1989), "Afganskiy izlom" (1990), "Uomo di rispetto", "L' uomo dal fiore in bocca", "Drogenkrieg" (alle 1992), "Quattro bravi ragazzi" (1993), "Padre e figlio" (1994), "Cops" (1995), "La Lupa" (1996), "Le Plaisir (et ses petits tracas)", "La missione" (beide 1998), "Panni sporchi", "Un uomo perbene" (1999), "Liberate i pesci!" (2000), "Tra due mondi" (2001), "Searching for Paradise" (2002), "Il posto dell'anima" (2003), "Soraya", "L' amore ritorna", "L' Odore del sangue" (alle 2004), "Il grande Torino", "Romanzo criminale", "Karol - Ein Mann, der Papst wurde" (beide 2005), "Arrivederci amore, ciao", "Der Italiener", "Smutek paní Snajdrové", "Die Unbekannte", "Le rose del deserto", "Commediasexi" (alle 2006), "SoloMetro", "Piano, solo", "2061: Un anno eccezionale" (alle 2007), "Il Divo" (2008), "Baarìa - Eine italienische Familiengeschichte" (2009).

Zur Filmografie von Michele Placido
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