Die Emmy Awards zählen zu den größten US-amerikanischen Preisen der Unterhaltungsindustrie.
Emmy Awards 2020 – Gewinner, Nominierungen und frühere Sieger
Kathy Hutchins / Shutterstock.com
Emmy Awards

Die Emmy Awards sind der wichtigste Fernsehpreis der USA, kurz Emmy genannt, und wurden am Sonntag, 20. September 2020, zum 72. Mal vergeben. 

Unter den Preisträgern 2020 war mit Regisseurin Maria Schrader auch eine Deutsche. Sie wurde für die Netflix-Serie "Unorthodox" ausgezeichnet. Große Abräumer des Abends waren zudem "Succession", "Schitt's Creek" und "Watchmen".

Die Emmy Awards werden seit dem Jahr 1949 für TV-Produktionen verliehen. Es finden dabei verschiedene Wettbewerbe statt, so zum Beispiel die "Primetime Emmy Awards" für TV-Sendungen aus dem Abendprogramm oder die "Daytime Emmy Awards" für Sendungen, die tagsüber im US-Fernsehen ausgestrahlt werden. Daneben gibt es etwa auch die "International Emmy Awards" für internationale Produktionen sowie die "News & Documentary Emmy Awards", bei denen Nachrichten- und Dokumentarsendungen ausgezeichnet werden.

Jeder der Emmy-Wettbewerbe verfügt über seine eigenen Regeln und ein eigenes Wahlsystem. Es bestehen jeweils mehrere Ober- und Unterkategorien, in denen einzelne Awards verliehen werden. Bei den "Primetime Emmy Awards" werden zum Beispiel Emmys in den Programmkategorien Dramaserie, Comedyserie oder Miniserie vergeben. Neben der Programmkategorie gibt es auch die Kategorien Schauspieler, Regie und Drehbuch mit ihren jeweiligen Unterkategorien.

Gewinner 2016 und 2017

2016 war beispielsweise Rami Malek der Gewinner der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie" für seine Rolle des Elliot Alderson in der TV-Serie Mr. Robot. Beste Dramaserie wurde bei den 68. Primetime Emmy Awards Game of Thrones. Die Serie gewann unter anderem auch den Award für die Beste Regie für eine Dramaserie sowie das Beste Drehbuch für eine Dramaserie.

Bei den Emmy Awards 2017 wurden die Dramaserie "The Handmaid's Tale" sowie die Comedyserie "Veep" ausgezeichnet. Zu den besten Hauptdarstellern gehörten Sterling K. Brown ("This Is Us"), Elisabeth Moss ("The Handmaid's Tale"), Donald Glover ("Atlanta") sowie Julia Louis-Dreyfus ("Veep"). Weitere Sieger finden Sie hier im Überblick.

Emmy-Gewinner 2018

2018 war der große Gewinner die 50er-Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel", die gleich fünf Preise einheimste, u.a. für die beste Comedy-Serie und für Rachel Brosnahan als beste Schauspielerin. In Deutschland zeigt der Streamingdienst Amazon Prime Video die Serie. Der Serien-Hit "Game of Thrones" bekam zum dritten Mal den Emmy für die beste Drama-Serie.

Hier geht's zu den Emmy-Gewinnern 2018.

Hier geht's zu den Emmy-Nominierungen 2018.

Hier geht's zu den Emmy-Gewinnern 2017.

Gewinner 2019

2019 räumte die Fantasy-Serie "Game of Thrones" nach Ausstrahlung ihrer letzten Staffel nochmal richtig ab. Sie wurde als beste Drama-Serie ausgezeichnet, zudem gewann Peter Dinklage den Emmy für den besten Nebendarsteller. Zudem holte "GoT" weitere zehn Preise in Nebenkategorien. Der eigene Rekord von zwölf Emmys wurde eingestellt, aber nicht überboten. Als beste Comedy-Serie wurde "Fleabag" ausgezeichnet. Mehr über die Gewinner 2019 erfahren Sie hier.

"Emmy" geht auf "Immy" zurück

Die Emmy-Statue, die bei der Preisverleihung an die Gewinner übergeben wird, zeigt eine geflügelte Frau, die ein Atom in die Höhe hält. Sie symbolisiert damit das Ziel der Emmy Awards, Kunst (Flügel) und Wissenschaft (Atom) des Fernsehens zu unterstützen und voranzubringen. Der Name des TV-Awards geht auf das englische Wort "Immy", das für Bildaufnahmeröhren verwendet wird, zurück. Er wurde später an die weibliche Statue angepasst und zu "Emmy" verweiblicht.

Die Emmy Awards gehören zu den vier größten US-amerikanischen Preisen der Unterhaltungsindustrie. Während die Emmy Awards für TV-Produktionen vergeben werden, wird der Academy Award (Oscar) in der Filmbranche, der Grammy Award in der Musikbranche und der Tony Award in der Theaterbrache vergeben.

Organisiert werden die Emmy-Wettbewerbe von der Academy of Television Arts & Sciences in Los Angeles sowie der National Academy of Television Arts & Sciences und der International Academy of Television Arts & Sciences, beide in New York City.