ZDF-History
17.11.2019 • 23:55 - 00:40 Uhr
Musik, Musikerinnenporträt
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Guido Knopp
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Musik, Musikerinnenporträt

"Ich bin stolz darauf, dass meine Karriere weitergeht"

Von Rika Sturm

Von der Arbeit als Haushälterin zu einer gefeierten Rock-Ikone: Obwohl Tina Turner viele Steine in den Weg gelegt worden sind, hat sie es geschafft. Anlässlich ihres 80. Geburtstages zeigt das ZDF am Sonntag, 17. November, 23.55 Uhr, "ZDF-History: Tina Turner – Rockqueen. Mutter. Kämpferin."

Aufgewachsen als die jüngste Tochter einer Pastorenfamilie in Tennessee, hatte es die junge Anna Mae Bullock nicht leicht: Ihr Heimatort Nutbush im Süden der USA ist zu dieser Zeit geprägt von Rassismus, Angst, Gewalt und erheblichen sozialen Verwefungen. "Ich musste lernen, mit Vorurteilen umzugehen, deshalb ist meine Einstellung zum Leben von eiserner Selbstdisziplin geprägt", erklärt Tina Turner in einem Interview von 1980, das in der neuen "ZDF-History" Dokumentation "Tina Turner – Rockqueen. Mutter. Kämpferin." gezeigt wird. Bereits in sehr jungen Jahren nahm ihr Leben eine entscheidende Wendung: Die damals 16-jährige Anna Mae lernt in St.Louis Ike Turner kennen, einen "wichtigen Talentscout", formuliert es Kurt Loder, ein Musikjournalist, in dem 45-minütigen Porträtfilm, der nun anlässlich des 80. Geburtstags der am 26. November 1939 geborenen Pop-Ikone im ZDF läuft.

Trauma Hochzeitsnacht

Die Beziehung zwischen Anna Mae und Ike Turner ist mit all ihren Auswüchsen natürlich hinlänglich dekliniert worden. Sie habe sich "vom Kumpelhaften zu einer am Ende Ehehölle, einer Ehetyrannei" entwickelt, so Dominik Wichmann, ein Biograf von Tina Turner. Der Superstar selbst beschreibt es in ihrer Biografie anders: "Meine Beziehung zu Ike war zum Scheitern verurteilt, als ihm klar wurde, dass ich sein Einkommen sichern würde. "Bereits in dieser Zeit ist Ike Turners gewalttätiges Wesen in der Band bekannt: Er schlägt und vergewaltigt Tina. "Sie konnte nicht wissen, dass es so eskaliert", erklärt Dominik Wichmann. In einem Interview 2018 erzählt die schillernde Ikone zu ihrer Hochzeitsnacht:"Man schob mir ein Blatt Papier rüber, wir unterschrieben, und dann gingen wir in ein Bordell und schauten Leuten beim Sex zu". Jene Nacht sei bereits der Anfang vom Ende gewesen, konstatiert sie.

Das Ende eines Ehe-Dramas

Als Wendepunkt sieht der Superstar bis heute ihren Selbstmordversuch von 1968: "Als ich aus der Dunkelheit auftauchte, wusste ich, dass es mir vorherbestimmt war, zu leben." Sie beginnt damit, sich gegen Ike zur Wehr zu setzten, nicht zuletzt durch den Buddhismus. Diesen nutzt sie, "um innere Stärke zu sammeln", wie sie sagt. Der Glaube hat sie aufgebaut und zur Überzeugung gebracht, Ike verlassen zu müssen, um frei zu sein", so Kurt Loder, ebenfalls ein Biograf von Tina Turner, im Beitrag. Vor einer Show in Dallas flüchtet sie schließlich in ein Hotel.

Erst zehn Jahre später gelingt Tina Turner mithilfe von Roger Davis der große Durchbruch: Ihr Album "Private Dancer" schlägt ein und macht sie auf der ganzen Welt zum Star. Nicht nur in Hinblick auf ihre Karriere wendet sich das Leben der schillernden Rockikone zum Guten, auch privat läuft es nun besser. In Erwin Bach findet sie einen neuen Partner. 2013 heiratete Tina Turner ihren 16 Jahre jüngeren deutschen Lebensgefährten. Wegen vieler gesundheitlich Probleme spendet dieser ihr sogar eine seiner Nieren.

Bis heute hat die Amerikanerin die Lust am Showbusiness nicht verloren: "Ich bin stolz darauf, dass meine Karriere weitergeht, trotz meines Alters", erklärt die Rocklegende in die ZDF-Kamera. Anlässlich ihres 80. Geburtstages präsentiert das ZDF am Sonntag, 17. November, 23.55 Uhr, die Dokumentation "ZDF-History: Tina Turner – Rockqueen. Mutter. Kämpferin."


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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