Im nordafrikanischen Casablanca fristen die vier Zwölfjährigen Ali, Kouka, Omar und Boubker ihr Dasein als Straßenkinder und leben von einem Tag auf den anderen. Außer die Freundschaft untereinander haben sie nie Zuneigung erfahren. Dann passiert das Unfassbare: bei einem Kampf mit einer rivalisierenden Gang kommt Ali zu Tode. Nun wollen seine Freunde dafür sorgen, dass sein Traum vom Inseldasein doch noch erfüllt wird...

"Ali Zaoua" ist der zweite Langfilm des marokkanisch-französischen Regisseurs Nabyl Ayouch, den dieser in einem Zeitraum von zwei Jahren mit Laiendarstellern drehte. Die eindringliche Milieustudie schildert die Verhältnisse einerseits sehr realistisch, durch die Perspektive der Kinder erhält die Geschichte jedoch märchenhafte Züge und eine eigene poetische Qualität und Leichtigkeit. Indem bestimmte Aspekte der harten Realität bewusst nicht dargestellt werden, wirkt das Leben dieser Kinder auf seltsame Art abgeschirmt von der übrigen Welt, die sich, wie Ayouch andeutet, auch nicht um die Kinder kümmert. „Ali Zaoua, Prinz der Straße“ wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet