Polizeikommissar Zuckmaier beginnt gerade eine Therapie, um endlich seine verletzte Seele heilen zu lassen. Vor zwei Jahren hat ihn seine Frau Sonja wegen seines Ex-Kollegen Schübel verlassen. Doch während der ersten Sitzung wird Zuckmaier zu einem Einsatz gerufen. Mattock, ein entlaufener Sträfling, hat ein Stellwerk überfallen und Geiseln genommen. Er verlangt die Bereitstellung eines Zuges - und das Erscheinen des ehemaligen Polizeiduos Zuckmaier und Schübel. Zuckmaier war es, der Mattock vor einiger Zeit hinter Gitter gebracht hatte und er ist natürlich wenig erfreut, auf Schübel zu treffen. Mattock will abrechnen und ist augenscheinlich zu allem bereit. Das Polizeikommando hat keine andere Chance, als Zuckmaier und Schübel als Austausch für die Geiseln in den Zug zu schicken. Eine Abrechnung auf Leben und Tod beginnt ...

Die Handlung von Filmen in Züge zu verlegen, ist ein gern genutztes Stilmittel, man denke nur an Klassiker wie "Verschwörung im Nordexpress", "Mord im Orient-Express" oder "Express in die Hölle". Den abgeschlossenen Raum eines Zuges nutzt hier auch Regisseur Hartmut Schoen für seinen spannenden Mix aus Psychodrama und Krimi, den er nach eigenem Drehbuch in Szene setzte. Dank des starken Darstellerensembles - besonders Armin Rohde und Alexander Held überzeugen als alte Widersacher - verzeiht man der Produktion die ein oder andere Unglaubwürdigkeit.

Foto: BR/Magdalena Mate