Ein mexikanisches Kloster, gegen Mitte des 19. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern soll die 15-jährige Justine wohl behütet unter der Aufsicht christlicher Nonnen erzogen werden. Doch ein gleichaltriges Waisenmädchen, die geheimnisvolle Alucarda, steckt Justine mit satanistischem Gedankengut an. Die Zutaten, dämonische Besitzergreifung, Teufelsanbetung, blutige Sexorgien und Vampirismus werden im Hexenkessel zu einem höllischen Inferno gebraut ...

Ein teuflischer Reigen um zwei besessene Frauen, von Juan Lopez Moctezuma im Stile ähnlicher gelagerter Werke wie Ken Russells "Die Teufel" (1970) und William Friedkins Horrorklassiker "Der Exorzist" (1973) in Szene gesetzt. Allerdings kommt "Alucarda" noch viel extremer daher, denn Moctezuma scheut sich nicht, explizite Bilder von Satanismus, Mord, teuflischer Besitzergreifung, Exorzismus, masochistischer Praktiken und lesbischer Sexorgien in Verhältnis zu Fragen der Religiosität und des Katholizismus zu stellen. Ein provokantes wie kontrovers diskutiertes Werk, das sicher nicht jedermanns Sache ist.

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