Eigentlich ist César ein sympathischer und zuvorkommender Portier und Hausmeister in einem Mietshaus in Barcelona. Doch César hat ein Geheimnis: er beobachtet die Mieter genau, weiß nahezu alles über sie, nutzt deren Leid als Lebenselixier und schleicht sich nachts sogar in ihre Wohnungen. Besonders die hübsche Clara hat es ihm angetan. Nach Feierabend versteckt er sich unter ihrem Bett, wartet, bis sie nach Hause kommt und tief schläft. Dann kommt er aus seinem Versteck hervor, betäubt die Frau und vergewaltigt die Ahnungslose. Er sieht sie als perfektes Opfer seiner Rache an der widerlichen Lebensfreude ...

Regisseur Jaume Balagueró errreicht nach dem eher fragwürdigen Wackelbild-Horrorstreifen "[Rec]]" wieder die Qualität seiner Werke wie "The Nameless" und "Darkness". Hier zeigt er die perverse wie verstörende Welt eines hoffnungslosen Pessimisten und Misanthropen, zieht den Zuschauer in unangenehme Situationen und macht ihn zum Voyeur widerlicher Aktivitäten. Das lässt den Zuschauer tatsächlich im Sessel kleben und jagt ihm mehr Schauer über den Rücken als so mancher hanebüchener Genre-Film. Dank des brillanten Hauptdarstellers Luis Tosar ("Und dann der Regen", "Öffne meine Augen", "Montags in der Sonne") ist dies ein starker Grusel-Thriller der unangenehmen, aber packenden Art!



Foto: Senator