Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird der Mönch Andrej Rubljow Gehilfe des berühmten Ikonenmalers Theophanes. Doch im Gegensatz zum Griechen will er mit seiner Kunst nicht Angst und Schrecken verbreiten. Erschüttert durch die Gräuel des Tatarensturms auf Wladimir gelobt Rubljow, fortan weder zu reden noch zu malen. Erst 15 Jahre später kehrt durch die Begegnung mit einem jungen Glockengießer sein Glaube an die Kunst zurück ...

Ein bemerkenswerter, hervorragend fotografierter Monumentalfilm über Leben und Werk des Ikonenmalers Andrej Rubljow, der von 1360 bis 1430 lebte. Andrej Tarkowskij ("Stalker", "Solaris") zeigt hier das Porträt eines Künstlers, der seiner Zeit voraus war und Zeuge einer Menschen verachtenden Politik wurde. Die sowjetische Zensur hielt das Werk fast drei Jahre zurück. Der angebliche Grund: der Film sei "künstlerisch unausgereift". Doch die Zensoren befürchteten, dass man die Story auch als Kritik am sowjetischen Regime auffassen könnte.

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