Während des zweiten Weltkriegs erlebt der kleine Sebastian in den französischen Alpen einen ganz besonderen Sommer. Da seine Mutter offiziell verschollen ist, lebt Sebastian bei Angelina und Guillaume, verbringt aber die meiste Zeit mit César. Wegen der Nähe zur Schweizer Grenze passieren viele Flüchtlinge das Dorf. Die berichten immer wieder von einer riesigen Bestie in den Bergen. Tatsächlich findet Sebastian dann eines Tages eine herrenlose große Hündin, die er – nachdem er das Tier gewaschen hat – nicht ohne Grund "Belle" nennt. Zwischen dem Jungen und dem Tier entwickelt sich bald eine tiefe Freundschaft, von der jedoch die anderen nichts wissen dürfen ...

Mit atemberaubenden Bilder taucht hier Regisseur Nicolas Vanier ("Der letzte Trapper", "Der Junge und der Wolf") in die Geschichte ein und verbindet das Sujet eines typischen Kinderfilms mit historischen Hintergründen, macht so Kriegsbeschreibungen und Judenverfolgung auch für Kinder greifbar. Dabei werden die wesentlichen Fragen nicht beantwortet (dafür sind schließlich die Eltern da), denn die abenteuerlichen Erlebnisse des Jungen stehen immer im Vordergrund. Auch wenn das manchmal nach Schema F inszeniert ist, unterhält es dank toller Bilder und vieler Spannungsmomente jung und alt gleichermaßen.



Foto: Ascot Elite Filmverleih