Elwood Blues steht nach 18 Jahren Knast vor der schwierigen Aufgabe, sein Leben in Freiheit neu zu organisieren und vor allem wieder eine neue Band zusammenzutrommeln. Vieles hat sich in der Zwischenzeit getan: Nicht nur, dass sein Bruder und früherer Partner Jake gestorben ist, auch sein Ziehvater Curtis weilt nicht mehr unter den Lebenden. Auf der Suche nach alten und neuen Bandmitgliedern erfährt Elwood, dass Ziehvater Curtis offenbar noch einen weiteren Sohn gehabt haben musste, den Polizeichef Cabel Chamberlain. Dieser will nun beileibe nicht bei der neuen Band einsteigen und schon gar nicht an dem in Musikerkreisen angesagten Wettbewerb "The New Orleans Battle of the Bands" teilnehmen. Außerdem möchte er auch nicht glauben, dass er der Stiefbruder des anarchischen Outlaws Elwood sein soll. Also macht sich Elwood zunächst nur mit dem zehnjährigen Buster auf den Weg. Den forschen kleinen Weggenossen hatte er zuvor im Waisenheim der Mutter Mary Stigmata aufgelesen, einem Kinderhort, in dem Elwood selbst viele Jahre verbracht hatte. Und Elwood scheint es wenig zu stören, dass Mother Mary sich nicht wirklich einverstanden erklärt hat, ihren Schützling dem heimatlosen Tramp für längere Zeit anzuvertrauen ...

Die Fortsetzung des gleichnamigen Kultfilms "Blues Brothers" aus den 80er Jahren ist ein Roadmovie, das wie sein Vorgänger durch einen mitreißenden Soundtrack besticht, allerdings filmisch nie dessen Qualität erreicht und sich eher als müder Abklatsch erweist. Neben B.B. King als "Frontman" sind dort R'n'B-und Rock-Größen aus den letzten vier Jahrzehnten versammelt. Herausragend: die grandiose Acapella-Sequenz der Taj Mahal sowie eine exzellente Interpretation von Donovans "Season of the Witch". Kein geringerer als John Landis, der Regisseur des Michael-Jackson-Videos "Thriller", zeichnete hier verantwortlich.