Auch und gerade im Krieg gibt es Leute, auf die alle Drecksarbeit abgewälzt wird. Als 1944 ein Himmelfahrtskommando ansteht, will man bei der Heeresführung dafür keine wertvollen Leute opfern. Freiwillige finden sich unter denen, die nichts zu verlieren haben: Zwölf Strafgefangene, die zum Tode oder lebenslanger Haft verurteilt sind, sollen im Schnellverfahren zu eiskalten Frontkämpfern ausgebildet werden. Der versprochene Lohn: Wenn sie bei ihrer Mission Erfolg haben, werden sie voll rehabilitiert ...

Robert Aldrichs Kriegsfilm über zwölf Haudegen im Kampfgetümmel war ein Riesenerfolg. Bei dieser Besetzung wäre es allerdings auch wirklich schwierig gewesen, daraus keinen Hit zu machen. Nicht alle Kritiker waren mit dem Ergebnis glücklich, einige warfen Aldrich Inkonsequenz vor: Einerseits sei seine Abneigung gegen das Militär nicht zu übersehen, andererseits gebe es zu viel Landser-Humor, auch schleiche sich bisweilen Heroisches hinein. Davon abgesehen ist Aldrichs Film aber ohne Zweifel mustergültig inszeniert, blendend geschrieben, mit - im wahrsten Wortsinn - dutzendweise interessanten Charakteren gespickt und unter dem Strich einfach super-unterhaltsam.

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