Gwenda Milton ist tot. Sie war dabei, die Machenschaften des dubiosen Rechtsanwalts Meister aufzudecken. Erst jetzt erfährt Meister, dass sie die Schwester des "Hexers" war - eines in der Unterwelt gefürchteten Mannes, der an Verbrechern Selbstjustiz verübt. Mit der Bearbeitung des angeblichen Selbstmordes wird Chefinspektor Wenbury von Scotland Yard beauftragt. Er erfährt, dass sich Cora Ann Milton, die Witwe des "Hexers" auf dem Weg nach London befindet. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Tod des gesuchten Verbrechers nur vorgetäuscht war. Während sich Rechtsanwalt Meister immer weiter in seinem eigenen Lügengewebe verstrickt wird eines bald klar: Der "Hexer" lebt! Aber hinter welcher Maske verbirgt er sich?

"Der Hexer" ist nach "Der Zinker" der zweite Kriminalfilm, den das Regieduo Carl Lamac/Martin Fric nach einem Roman von Edgar Wallace in Szene setzte. Auch hier überzeugt die atmosphärisch dichte Schwarzweiß-Kameraarbeit, doch wie bereits im "Zinker" ist auch dieses Werk nur mäßig spannend und von daher nur aus filmhistorischer Sicht interessant. Lamac produzierte zusammen mit Anny Ondra auch die zwei Jahre später entstandene Wallace-Verfilmung "Der Doppelgänger". Franz Peter Wirth nahm sich des Stoffes übrigens 1956 erneut an, die bekannteste Der Hexer schuf allerdings Alfred Vohrer in Rahmen der populären Sechzigerjahre-Wallace-Filmreihe des Berliner Produzenten Horst Wendlandt.

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