Hans Herfort hat nach langem Grübeln beschlossen, seinem Leben ein Ende zu bereiten. Was soll er noch auf dieser Welt, wenn er sowieso nur von Gläubigern gehetzt wird? Wäre es nicht so ängstlich, hätte er schon lange den Abzug seiner Pistole betätigt. Er will schon wieder aufgeben, da klettert plötzlich der Einbrecher Otto Kuttlapp über den Balkon in seine Wohnung. Nach dem ersten Schrecken kommen die beiden ins Gespräch und Hans hat die Idee, einfach Kuttlapp als seinen Mörder zu engagieren. Bis zum nächsten Tag um 12 Uhr mittags soll Otto den Auftrag erledigt haben, dann winken ihm 15000 Mark aus der Lebensversicherung. Wann, wie und wo er zuschlägt, bleibt ihm überlassen. Als Hans jedoch auf einen letzten Schnaps in seine Stammkneipe kommt, trifft er dort die attraktive Kitty. Bald schon sprühen zwischen den beiden die ersten Liebesfunken und Hans fasst neuen Lebensmut. Jetzt gilt es, Kuttlapp zu finden, denn der bastelt schon kräftig an kuriosen Plänen, wie er seinen Auftraggeber ins Jenseits befördern könnte ...

1930 drehte Regisseur Robert Siodmak, der spätere Meister des "film noir", für die UFA diesen schwarzhumorigen wie temporeichen Kriminalfilm in düsteren Bildern nach einem Bühnenstück von Ernst Neubach. Heinz Rühmann glänzt in der Rolle des lebensmüden Hans, der erst durch die Liebe wieder Gefallen an seiner Existenz findet. Wem die Story bekannt vorkommt: Auch Edouard Molinaro verfilmte 1973 mit "Die Filzlaus" eine ähnliche Geschichte. 1981 schließlich nahm sich der große Billy Wilder, der bereits 1930 am Drehbuch mitgewirkt hatte, erneut der Geschichte an und setzte mit Jack Lemmon und Walter Matthau seinen letzten Film "Buddy Buddy" in Szene.

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