In einem Hotel in Slubice, an der deutsch-polnischen Grenze, lernen sie sich kennen: Sonja, die auf ihre Weiterreise nach Berlin wartet, und Roman, der sich auf das Verschieben von gestohlenen Luxuslimousinen eingelassen hat, um seine Schulden abzuzahlen. Der Berliner Jura- und Philosophie-Student hat sämtliche Überzeugungen und Ziele verloren. Längst hat er sein Studium abgebrochen. Er spielt, macht Schulden und droht dabei ins kriminelle Milieu abzurutschen. Sonja ist Deutschpolin, gläubige Christin, durch Überzeugung und Biographie das Gegenteil Romans. Die beiden verlieben sich ineinander, verlieren sich aus den Augen und treffen sich in Berlin in einem Edel-Bordell wieder. Als Roman sie kurzerhand aus dem Etablisement entführt, überschlagen sich bald die Ereignisse...

Regisseur Michael Lähn zeigte schon mit seinen Arbeiten "Kaminsky - Ein Bulle dreht durch" (1985), "Ein Mann steht auf" (1999) und "Tatort - Verhängnisvolle Begierde", dass er ein ausgemachter Krimi-Spezialist ist. In "Der Mörder und die Hure" tauchte er in das Berliner Rotlichtmilieu ein und zeigt, wie schnell sich der soziale Abstieg vollziehen kann. Getragen wird der Krimi auch von dem überzeugenden Spiel der beiden Hauptdarsteller Katja Studt und Sebastian Koch.