Es war ein Schock, der die Welt erschütterte: die Versenkung des britischen Passagierdampfers Lusitania am 7. Mai 1915 durch ein deutsches U-Boot. In nur 18 Minuten versank das gigantische Schiff mitten am Tag vor der Südküste Irlands. 1198 Menschen ertranken, weit mehr als die Hälfte der Besatzung und der Passagiere - Frauen, Männer, Kinder ...

Ebenso wie die "Titanic" galt auch der britische Passagierdampfer "Lusitania" als unsinkbar. So war es ein riesiger Schock, als das Schiff nach nur einem Torpedo-Treffer sank. Regisseur Christopher Spencer drehte diese internationale Koproduktion um die letzte letzte Fahrt des Luxusliners und seine Versenkung. Dabei zeigt er die Ereignisses sowohl aus der Sicht der Menschen auf der Lusitania, als auch aus der Sicht der Besatzung des deutschen U-Bootes und aus der der britischen Admiralität, die alles andere als unbeteiligt war. Denn heute steht fest, dass das Schiff allein durch den Torpedotreffer nicht hätte sinken können - erst die an Bord befindlichen Explosivstoffe machten dies möglich. Der Untergang selbst wird in Echtzeit dargestellt, Szenen und Dialoge wurden weitgehend aus vorhandenen Dokumenten rekonstruiert, die handelnden Personen sind realen nachempfunden. Die dramatisierte Dokumentation ist dabei ähnlich wirklichkeitsnah wie James Camerons Verfilmung des Untergangs der "Titanic". "Der Untergang der Lusitania" beeinflusste den weiteren Verlauf des Ersten Weltkriegs nachhaltig und führte mit zum Kriegseintritt der USA. Was 1915 allerdings niemand ahnen konnte: die Zahl der Toten bei Schiffskatastrophen sollten im Zweiten Weltkrieg noch einmal um ein vielfaches steigen: So kamen beim Untergang der "Die Gustloff" im Januar 1945 über 9000 Menschen ums Leben - bis heute ein trauriger Rekord.

Foto: NDR/Darlow Smithson Productions