John Woodson hat einen Scheideweg in seinem Leben erreicht. Nachdem er seine Stelle als Geschichtslehrer verloren hat, sieht er einer unsicheren Zukunft entgegen. Sein Forscherdrang wird allerdings erneut geweckt, als ihm seine alte Freundin Charleen von etlichen antiken Manuskripte berichtet, die ein Priester namens Vater Jose in Peru entdeckt haben will. Diese Schriften sollen Prophezeiungen enthalten, die vor Christi Geburt niedergeschrieben wurden. Kurz entschlossen reist Woodson nach Lima, wo er bald in mysteriöse Ereignisse verwickelt wird...

TV-Regisseur Armand Mastroianni verfilmte hier den bereits 1983 veröffentlichten, gleichnamigen Roman des US-Soziologen James Redfield. Dessen spirituelles New-Age-Werk wurde ein einzigartiger Erfolg: weltweit wurden mittlerweile über 14 Millionen Exemplare verkauft, noch heute wird in einschlägigen "Celestine"-Foren über die Suche nach einer postmodernen Religion debattiert. Was B-Filmer Mastroianni aus dem inhaltlich zum Teil bedenklichen Stoff gemacht hat, ist jedenfalls unter aller Kanone. Vollkommen uninspiriert wird der Protagonist auf seiner Gralssuche durch wüste, schlecht gedrehte Actionszenen geschickt, die Figurenzeichnung ist mehr als dürftig, die Story hat Löcher ohne Ende, Hauptdarsteller Matthew Settle nimmt man seine Rolle in keiner Weise ab und immer wieder hat der Zuschauer den Eindruck, die Hauptfiguren lesen die Dialoge aus Redfields Vorlage einem Vorschul-Kind vor. Da fragt man sich, warum Deutschlands Hollywood-Exporte Thomas Kretschmann und Jürgen Prochnow, zumal letzerer in jenem Jahr in dem ähnlich gelagerten "The Da Vinci Code - Sakrileg" dabei war, in einem solch hanebüchenen Quatsch mitspielen. Ein Tiefpunkt in der Karriere Mastroiannis und aller Beteiligten!

Foto: Celestine