Die Schwestern Juliane und Marianne werden in den Kriegsjahren geboren und wachsen in den Fünfziger Jahren, der "bleiernen Zeit", auf. Beide engagieren sich später in der 68er-Bewegung: Während Juliane, die im protestantischen Elternhaus weit aufmüpfiger und kompromissloser war als ihre Schwester, den pragmatischen Weg als Journalistin einer engagierten Frauenzeitschrift wählt, geht Marianne in den terroristischen Untergrund ...

Jutta Lampe und Barbara Sukowa sind die Hauptdarstellerinnen in Margarethe von Trottas Welterfolg "Die bleierne Zeit", der Film, der 1981 in Venedig unter anderem mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde und die Regisseurin international ins Rampenlicht rückte. Margarethe von Trotta ließ sich zu diesem Film von Christiane Ensslin anregen, die sie nach dem Tod ihrer Schwester Gudrun Ensslin im Gefängnis Stammheim kennengelernt hatte. Es geht jedoch nicht um Schuld oder Unschuld, nicht pro oder contra Terrorismus, es geht um die "bleierne Zeit", in der solche Menschen solche Schicksale erleiden. Ein Film über 1968 und die Folgen, ein wichtiger Film über verfehlte Aktivitäten, über falsche Hoffnungen.

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