Der Kulturredakteur Pereira arbeitet bei einer kleinen Lissaboner Tageszeitung und will eigentlich nur noch seine Ruhe, um sich in Gedanken mit dem Tod auseinanderzusetzen. Aber die Zeit bringt Pereira noch einmal in Bewegung: Der deutsche Nationalsozialismus schlägt seine Wellen bis Portugal, die Geheimpolizei lässt politische Gegner ermorden. Der alte Mann beginnt zu begreifen, dass sich Politik und Kultur nicht mehr trennen lassen ...

Der Abschied eines großartigen Schauspielers: Noch einmal kann man den genialen Marcello Mastroianni in allen Facetten bewundern. Mit Altersweisheit und seiner einmaligen, nuancierten Mischung aus kindlicher Spielfreude und ruhiger Melancholie trat der einstige Fellini-Star und Latin Lover hier noch ein weiteres Mal vor seinem Tod im Dezember 1996 vor die Kamera. Schon deswegen sollte man den Film, den der Italiener Roberto Faenza nach dem gleichnamigen Buch von Antonio Tabucchi inszenierte, nicht versäumen. Ein Drama in der Tradition eines Luchino Visconti oder Bernardo Bertolucci, in der Tradition des europäischen, epischen Erzählkinos.

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