Als Kinder armer Eltern leiden Hänsel und Gretel täglich Hunger. Eines Tages beschließen die Stiefmutter und der Vater, dass es so nicht weiter gehen kann. Kurzerhand setzt sie die Geschwister im Wald aus. Doch sie finden den Weg zum Elternhaus zurück - der schlaue Hänsel hat auf dem Weg in den Wald eine Kieselsteinspur ausgelegt. Doch als sie zum zweiten Mal in den Wald geführt werden, haben sie nur Brotkrumen dabei. Ein gefundenes Fressen für die hungrigen Vögel. Doch als sie hilflos und hungrig durch das Dickicht irren, gelangen sie an ein geheimnisvolles Haus, das ganz aus Lebkuchen besteht. Nur ein kleines Stückchen von dem duftenden Gebäck wollen sie probieren. Der Hunger überkommt sie und so brechen sie immer größere Stücke aus dem Haus heraus. Als sich plötzlich eine alte, fast blinde Hexe, der das süße Häuschen gehört, zeigt, meint diese es keineswegs gut mit ihnen. Den dürren Hänsel sperrt sie in einen Käfig um ihn zu mästen, während sie Gretel für sich putzen und kochen lässt. Das Mädchen, das die Gefahr erkennt, hat eine Idee ...

Anne Wild setzte das Grimm'sche Märchen nach Peter Schwindts Adaption in Szene. 2002 gab die Bielefelder Regisseurin mit "Mein erstes Wunder" ihr Langfilmdebüt, für ihre Arbeit durfte sie noch im gleichen Jahr den Max-Ophüls-Preis entgegennehmen. 2005 griff sie, wie unter anderem Regisseur Walter Janssen 1954 vor ihr und Uwe Janson im Jahr Hänsel und Gretel nach ihr, die alte Mär wieder auf. Wenig kindergerecht inszenierte hingegen Tommy Wirkola die 2012 erschienene Hollywood-Version "Hänsel und Gretel: Hexenjäger". Er lässt die beiden Geschwister, gespielt von Jeremy Renner und Gemma Arterton als tödliches Duo in den Wald ziehen.

Foto: ZDF/Mario Pfeifer